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BensbergVerkleinertes Herbstfest auf der Schloßstraße trotzt dem Regen

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ein Stand mit Bananenkisten, darin Bücher. Menschen stehen am Stand

Beim Herbstfest Bensberg war wieder probieren und flanieren angesagt. Auch der Bücherflohmarkt zog Besucher an.

Die in diesem Jahr deutlich kleinere Festmeile stand Besuchern zudem nur am Sonntag offen

Das traditionelle Bensberger Herbstfest mal anders erlebten die Besucher in Bensberg in diesem Jahr. Trotz veränderter Spielregeln und widrigsten Witterungsbedingungen bis zum Nachmittag versuchte sich die Schlossstadt von ihrer besten Seite zu zeigen.

„Es war ganz schön einsam“, beschrieb „Fassadenretter“ Siegfried Wendt den Beginn der Feierlichkeiten in strömendem Regen am Sonntagvormittag und registrierte mit den ersten Sonnenstrahlen des Tages am Nachmittag deutlich mehr Zulauf. An die Umstrukturierung und das somit nur eintägige Fest musste er sich, wie sicherlich alle anderen Aussteller, Händler und Gäste erst noch gewöhnen. „Wenn man bedenkt, dass man sonst vier halbe Tage hatte und durch das Wetter heute nur ein halber bleibt, dann ist das schade. Das macht es uninteressanter“, so der Aussteller enttäuscht.

Der vertraute Reibekuchen-Duft lag in der Luft

Nebenan brutzelten die Reibekuchen der KG löstige Stänedräjer trotzdem fröhlich vor sich hin. Schnell bildete sich eine Menschenschlange, angetrieben vom köstlichen Duft, der durch die Schloßstraße zog und vermutlich auch einen vertrauten Geruch an genau solchen Tagen durch Bensberg versprühte. Unterschiedliche Speiseangebote sorgten für kulinarische Vielfalt. Und so füllten sich die Tische der Außengastronomie sowie die Sonnentreppe im Herzen Bensbergs.

Auch die Hüpfburg füllte sich stetig und an den Bungee-Trampolinen, dem absoluten Highlight für die Kleinen, war ab dem Nachmittag Geduld gefragt, denn fast alle wollten wenigstens für einen kurzen Moment hoch hinaus. Angefangen beim leuchtend roten Feuerwehrauto, über den traditionellen Bücherflohmarkt, dieses Jahr zugunsten der „Bergischen Tafel e.V.“, bis hin zum Stand mit ausgefallenem Saatgut, sind viele Teilnehmer fester Bestandteil des Herbstfestes, auch die teilnehmenden Händler des verkaufsoffenen Sonntags.

Auch das Upcycling-Projekt aus dem Pro-Gymnasium war wieder dabei

Die Ehrenamtlichen des Upcycling-Projektes aus dem Pro-Gymnasium in Bensberg, die handgemachten Schmuck aus Papierperlen kreieren, gehören ebenfalls längst zum Repertoire, wenn Bensberg feiert. Karin und Karin hielten für die rund 15-köpfige Bastelgruppe am Sonntag die Stellung und luden potenzielle Laufkundschaft ein, genau hinzusehen. Ketten, Ohrringe, Armbänder, jedes ein Unikat, machten es schwer, sich zu entscheiden. Ein besonderer Hingucker war eine Kette, entstanden aus einem Kölner Stadtplan, jede Perle eine Station durch die Domstadt, und diese fand natürlich rasch einen Besitzer. „Es war natürlich schade mit dem Wetter, aber dafür kann ja niemand was. Wir haben trotzdem viele begeisterte Kundinnen, die immer wieder kommen“, freuten sich die beiden Ehrenamtlerinnen auch dieses Mal über viel Zuspruch und Wiederholungstäterinnen in der Kundschaft. Die Einnahmen des Projekts sind für einen guten Zweck.

Zwischen all dem Treiben in Bensberg fiel dennoch auf, dass die Festmeile deutlich kleiner war als sonst. „Es waren rund zehn bis 15 Händler, die nicht kamen, es war schlichtweg nicht rentabel, schließlich hatten wir nur den einen Tag. Auch eine Bühne hätte so keinen Sinn gemacht sowie aufwendige Dekoration“, begründete Henning Schmitz von Xdream Events, der das Herbstfest gemeinsam mit der Interessengemeinschaft Bensberger Handel (IBH) ausrichtet, den abgespeckten Rahmen. „Als wir im Sommer die Plakate aufgehängt haben, erreichten mich Anrufe, dass sich ein Schreibfehler eingeschlichen hätte. Auch so mancher Händler zeigte sich zunächst überrascht“, erinnert er sich. Entschieden, dass das Herbstfest nur am Sonntag stattfindet, habe die IBH.

Veranstalter lobt ansässige Gastronomie

„Als der Regen aufgehört hat, kamen dann doch noch viele Leute, auch aus dem Umland. Darüber haben sich die Vertreter an den Ständen sehr gefreut“, hörte er sich um und sammelte durchaus auch positives Feedback trotz vieler Veränderungen. „Toll ist auch, wie die ansässige Gastronomie mitmacht“, so Schmitz mit Blick auf viele volle Tische vor Lokalen und Cafés.

Längst nicht allen Anwesenden fielen die Unterschiede zum Gewohnten auf, auch Besucher André nicht: „Ich war schon mehrmals bei den typischen Festen in Bensberg und für mich ist es wie immer. Ich habe gar nicht gemerkt, dass es dieses Mal nur ein Tag ist. Das Angebot mit den Bungee-Trampolinen ist teuer, kommt dafür super bei den Kindern an. Die Essensstände treffen genau meinen Geschmack, ein Festessen für mich heute“, freut sich der Moitzfelder und geht mit Backfisch und Pommes in Richtung Sonnentreppe, um seinen Besuch auf dem Herbstmarkt für sich perfekt zu machen.