Marginal ist die Arbeitslosigkeit im Kreis gestiegen. Unternehmen zeigen sich bei Stellenausschreibungen jedoch zurückhalten.
Arbeitslosigkeit stabilErste Anzeichen für stabileren Arbeitsmarkt zeichnen sich in Rhein-Berg ab

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1372 Personen im Kreis arbeitslos. (Symbolbild)
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Nur 13 Arbeitslose mehr als noch im Mai gab es im vergangenen Monat im Rheinisch-Bergischen Kreis, die Zahlen bleiben stabil, wenngleich hoch. Insgesamt waren 9903 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 4 Prozent mehr als im Juni vor einem Jahr, wie die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach mitteilt.
„Positiv bleibt: Die Zugänge aus Erwerbstätigkeit sind auch in diesem Monat weiter gesunken – und auch im Vergleich zum Vorjahresmonat“, sagt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 1372 Personen arbeitslos. Davon kamen 558 direkt aus Erwerbstätigkeit. Zum Vergleich: Im Mai waren es noch 611.
Weniger Menschen finden eine neue Stelle
Von den 1366 Menschen, die im Juni ihre Arbeitslosigkeit beendeten, nahmen 489 eine Erwerbstätigkeit auf. Im Mai waren es allerdings noch 572. Es stimmt also schon: Es gibt weniger Menschen, die aus einem Arbeitsverhältnis in die Arbeitslosigkeit rutschen. Doch es finden auch weniger Menschen eine neue Stelle.
Apropos Stellen: „Die Zahl der neu gemeldeten Stellen liegt nach dem recht hohen Wert im Mai wieder niedriger, aber weiterhin über dem Vorjahreswert“, sagt Jordy. Die Rahmenbedingungen der regionalen Wirtschaft blieben schwierig, Unternehmen würden mit Blick auf Stellenausschreibungen vorsichtig und zurückhalten agieren.
Unternehmen schrieben im Juni mehr Stellen aus als im Mai
Im Kreis gab es im Juni nach Angaben der Agentur mehr Stellen als noch im Mai. 342 Stellen wurden im Juni neu gemeldet. Das sind 69 mehr als im Vormonat und 43 mehr als vor einem Jahr. Aktuell befanden sich damit 1344 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Bei den Ausbildungs- und dualen Studienplätzen sieht es nach wie vor mau aus. Die regionalen Unternehmen haben bisher 679 Stellen gemeldet, 139 beziehungsweise 17 Prozent weniger als vor einem Jahr. Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 224 Bewerber.
Die Arbeitslosenquote im Kreis betrug im Juni 6,4 Prozent
Denn: Im Rheinisch-Bergischen Kreis waren bis Juni insgesamt 1499 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet. Von ihnen suchen 738 aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. „Bald sind Sommerferien, aber es ist noch nicht zu spät, die passende Ausbildung zu finden“, betont Jordy.
Zurück zu den Arbeitslosenzahlen: Die Agentur für Arbeit betreute 4018 von den insgesamt 9903 arbeitslos gemeldeten Personen, das Jobcenter 5885 und damit 59 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent. „Es gibt erste Anzeichen für eine Stabilisierung des Arbeitsmarkts – eine echte Verbesserung zeichnet sich allerdings derzeit noch nicht ab,“ fasst Jordy abschließend zusammen.