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Wenig AusbildungsplätzeArbeitslosigkeit in Rhein-Berg bleibt bei knapp unter 10.000 Personen

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Eine Mitarbeiterin eines Seniorenhaus betreut einen Bewohner.

Im Kreis gab es im Mai 1241 Stellen und 9890 Arbeitslose. Gerade diejenigen, die eine Ausbildung anfangen wollen, haben es nicht leicht. (Symbolbild)

Zwar werden der Agentur für Arbeit neue Stellen gemeldet, doch gerade im Ausbildungsbereich fehlt es an Angeboten.

Die Arbeitslosigkeit in Rhein-Berg ist im Mai zwar gesunken, dennoch liegt die Zahl der gemeldeten freien Stellen weit unter der der arbeitslosen Menschen – 1241 Stellen, 9890 Arbeitslose. Ganz zu schweigen von Ausbildungsplätzen für all diejenigen, die ins Berufsleben starten wollen.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach sieht es aktuell so aus: Im Mai haben Unternehmen 273 Stellen neu gemeldet. Das sind immerhin zwei mehr als im April und 54 mehr als vor einem Jahr. Bei den Ausbildungs- und dualen Studienplätzen gehen die Zahlen zurück. Bisher haben regionale Unternehmen laut Agenturbericht 641 Stellen gemeldet. Das sind 18,1 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Aktuell sind 351 Stellen frei.

Auf 100 Ausbildung- und duale Studienplätze kommen 224 Bewerber

Bis Mai waren im Kreis 1420 Interessierte als Bewerber oder Bewerberin für eine solche Stelle bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 14,3 Prozent mehr als im Mai des vergangenen Jahres. 771 von den bei der Agentur gemeldeten Interessierten suchen momentan noch aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Rein rechnerisch kommen nach Angaben der Agentur für Arbeit damit auf 100 Stellen 224 Interessierte. Gut sieht es für sie nicht aus. „Das weiter steigende Interesse von jungen Menschen an einer Ausbildung ist eine gute Entwicklung, denn sie zeigt, dass der herausragende Wert eines qualifizierten Einstiegs in das Berufsleben erkannt wird“, sagt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Allerdings geht die Schere zwischen Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung interessieren und gemeldeten Ausbildungsstellen immer weiter auseinander.“

Nichtsdestotrotz stünden die Chancen für den anstehenden Ausbildungsbeginn im August oder September nicht schlecht. Jordy rät Interessierten: „Berufe aus der gleichen Jobfamilie haben oft viele Überschneidungen zum „Traumberuf“ und sind einen intensiveren Blick wert.“

Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,4 Prozent

Zurück zu den Arbeitslosenzahlen: Im Vergleich zum April ist die Arbeitslosigkeit gesunken, um 88 Personen beziehungsweise 0,9 Prozent. Trotzdem sind noch immer deutlich mehr Menschen als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet. 414 und damit 4,4 Prozent mehr, um genau zu sein.

Für   4000 von ihnen war die Agentur zuständig, 5890 und damit 60 Prozent betreute das Jobcenter. Insgesamt meldeten sich im Mai 1520 Personen arbeitslos, 611 von ihnen kamen direkt aus einer Erwerbstätigkeit. 1596 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 572 eine Erwerbstätigkeit auf. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 6,4 Prozent und war identisch zum Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6,1 Prozent.