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AbschiedChef der Volksbank Oberberg kam mit dem Trecker

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Zwei Männer mit einer Urkunde.

Cornelius Riese (l.) von der DZ Bank zeichnete Ingo Stockhausen mit der goldenen Ehrennadel des Genossenschaftsverbands aus. 

Zahlreiche Weggefährten dankten Ingo Stockhausen beim Empfang anlässlich seines Ausscheidens als Vorstandsvorsitzender der Volksbank.

Viele herzliche Worte, Blumen für Ehefrau Susanne und eine goldene Ehrennadel: Die emotionale Rendite fiel am Freitag für Ingo Stockhausen (64) reichhaltig aus. Das soziale Kapital, das er in 45 Jahren in den Diensten des oberbergischen Genossenschaftsbankwesens angehäuft hat, ist beachtlich.

Der Abschied des Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Oberberg in den Ruhestand wurde in der Wiehler Hauptstelle denn auch gleich zweimal gefeiert. Am Mittag mit offiziellen Gästen, am Nachmittag mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Verantwortung für „seine“ Bank

Seit 2007 hat Stockhausen das Haus als Vorstandsvorsitzender geleitet. Eigentlich wollte er schon 2024 gehen. Nach dem überraschenden Tod seines designierten Nachfolgers Frank Dabringhausen verlängerte Stockhausen seinen Vertrag um zwei Jahre. In seiner Rede dankte Aufsichtsratsvorsitzender Udo Meyer ihm dafür, dass er in dieser schwierigen Situation noch einmal Verantwortung übernahm. „Für dich stellte sich nicht die Frage, ob du das für deine Bank tun würdest.“

Cornelius Riese ist Vorstandsvorsitzender der DZ Bank und zeichnete Stockhausen mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes aus, der höchsten Auszeichnung im deutschen Genossenschaftswesen. Stockhausen habe sich diese verdient als „sehr erfolgreicher Genossenschaftsbanker und wichtiger Mitgestalter der Finanzgruppe“, sagte Riese.

Weitere Laudatoren waren Christian Otto, Präsident der Bundesbank in NRW, Thomas Büscher von der benachbarten VR-Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen und Stockhausens Stellvertreter und Nachfolger Andreas Neumann.

Betriebsratsvorsitzender Kevin Wirth überreichte dem scheidenden Chef eine humorvolle Zeichnung, die Ingo Stockhausen auf seinem Traktor zeigt   – genau dem Gefährt, mit dem er an seinem letzten Arbeitstag in Wiehl vorgefahren war. Das letzte Wort hatte Stockhausen selbst. Nach so viel Lob wollte er selbst danken, seiner „Mannschaft“ bei der Volksbank, vor allem aber seiner Frau und seiner Familie, die ihm den Rücken frei gehalten hat.