Das Zentrum will Projekte, die auf Demokratiebildung und Wissensvermittlung für geflüchtete Menschen abzielen, finanziell unterstützen.
Soziales EngagementKommunales Integrationszentrum Rhein-Berg wirbt für Förderprogramm und gegen Diskriminierung

Die Gleichstellungsbeauftragte in Rhein-Berg, Anja Möldgen, ruft von Diskriminierung Betroffene auf, ihre Erfahrungen zu teilen.
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Ehrenamtliches Engagement, das geflüchteten und neuzugewanderten Menschen bei der Integration helfen und präventiv auf Herausforderungen vor Ort reagieren soll, das will der Rheinisch-Bergische Kreis stärken. Dafür legt das Kommunale Integrationszentrum (KI) das Förderprogramm „Ehrenamt in der präventiven Integrationsarbeit“ in diesem Jahr erneut auf und ruft Ehrenamt, Vereine und Initiativen dazu auf, sich mit einem Projekt zu bewerben.
Diese Projekte sollen, so beschreibt der Kreis das Ziel, gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, den sozialen Zusammenhalt fördern und demokratische Werte festigen. Im besten Fall seien sie langfristig angelegt. Konkret unterstützt werden nach Angaben des Kreises solche, die auf Demokratiebildung, Informations- und Wissensvermittlung für geflüchtete Menschen und zur Qualifizierung von ehrenamtlich Engagierten abzielen.
Zahlungen in Höhe von bis zu 2500 Euro sind möglich
Interessierte können die Anträge noch bis zum 28. Februar einreichen und müssen dafür eine Projektbeschreibung, einen Zeitplan und eine Kostenübersicht mitliefern. Möglich sind laut Kreis Zuschüsse in Höhe von bis zu 2500 Euro.
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Das Förderprogramm ist Teil des Maßnahmenpakets zu Sicherheit, Migration und Prävention des Landes Nordrhein-Westfalen. Gefördert werden unter anderem Ehrenamtsinitiativen, Migrantenorganisationen, Vereine und Verbände, Kirchen und Moscheengemeinden, Träger der offenen Sozial- und Jugendarbeit sowie Sport- und Kulturvereine. Bei Fragen können sich Interessierte an das KI wenden unter (02202) 13 2164 oder an ki@rbk-online.de.
Diskriminierung betrifft Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen.
Menschen, die eine Fluchterfahrungen gemacht oder einen Migrationshintergrund haben, wird nicht selten mit einer diskriminierenden Haltung begegnet. „Diskriminierung betrifft Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen“, sagt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Sie und das KI sowie der Personalrat und die Schwerbehindertenvertretung rufen dazu auf, an der bislang größten Umfrage zu Diskriminierung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes teilzunehmen.
Es sei wichtig, „dass möglichst viele ihre Erfahrungen teilen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Lebenssituation“, sagt Möldgen. Die Umfrage richtet sich also an alle Menschen, die in ihrem Leben schon einmal Diskriminierung erfahren haben.
Stichtag für Förderung und Umfrage ist der 28. Februar
Die Umfrage richtet sich nach Angaben des Kreises an Menschen ab 14 Jahren, die Teilnahme ist anonym und auf vielen Wegen möglich: online, per Chatbot oder auf Papier. Der Fragebogen stehe in zahlreichen Sprachen zur Verfügung, darunter Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch und Ukrainisch sowie in einfacher Sprache und Deutscher Gebärdensprache. „Die barrierearme Gestaltung der Umfrage ist ein wichtiges Signal“, betont der Schwerbehindertenvertreter des Kreises, Karsten Allenstein. Auch bei der Umfrage ist Teilnahmeschluss am 28. Februar.
„Nur wenn Diskriminierung benannt wird, kann ihr wirksam begegnet werden“, sagt Björn Hesse, Leiter des KI. Der Personalrat des Kreises, Thomas Zöllner, fügt hinzu: „Wir wollen Diskriminierung sichtbar machen und unsere Unterstützung verbessern, gerade in diesen Zeiten.“ Der Zugang zur Befragung und Informationen zu dieser und zum Förderprogramm des KI sind online abrufbar.
