„Aktiv und gesund im Alter" heißt das Projekt, das im Gesundheitsamt und im Amt für Soziales und Inklusion umgesetzt wird.
Neues ProjektRheinisch-Bergischer Kreis will Gesundheit von Senioren fördern

Bewegungsförderung ist einer der Themenschwerpunkte des Projekts. (Symbolbild)
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Die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis werden immer älter und damit auch pflegebedürftiger. Doch es fehlen Fachkräfte, um den Zuwachs im Bereich derer, die Unterstützung benötigen, aufzufangen. Eine Möglichkeit, die Situation zumindest ein Stück weit zu entschärfen, sieht der Kreis im Bereich der Prävention. Soll heißen: Je mehr Angebote es für die ältere Bevölkerung gibt, die beispielsweise Bewegung fördern oder gesunde Ernährung thematisieren, desto eher lässt sich die Pflegebedürftigkeit möglicherweise aufhalten oder zumindest verzögern.
Um dafür Strukturen zu schaffen und präventive Lösungsansätze zu erarbeiten, gibt es ein neues Projekt mit dem Titel „Aktiv und gesund im Alter: Ein Präventionsprojekt für ganzheitliche Gesundheit“ . So soll laut Verwaltung die Selbstständigkeit, Lebensqualität und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen gesichert werden.
Gesundheitliche und soziale Aspekte sollen miteinander verzahnet werden
Angesiedelt ist das Projekt beim Gesundheitsamt und dem Amt für Soziales und Inklusion. Gemeinsam wollen beide Ämter an der Gesundheitsförderung und Prävention für Seniorinnen und Seniorin arbeiten.
Der Plan: gesundheitliche und soziale Aspekte stärker miteinander verzahnen und Schwerpunkte auf die Stärkung der Gesundheitskompetenz, die psychosoziale Gesundheit, die soziale Teilhabe, die Bewegungsförderung und gesunde Ernährung zu legen.
Arbeitskreis soll als Schnittstelle zwischen den Ämtern fungieren
Wie genau das aussehen wird, ist momentan noch offen. Projektstart war im April, gefördert wird es zunächst für drei Jahre. Um gesundheitsförderliche Maßnahmen strukturiert und systemische betrachten zu können, soll es einen Arbeitskreis geben – als Schnittstelle zwischen den Ämtern. Der soll, so die Verwaltung, die Themenschwerpunkte beleuchten und präventive Lösungsansätze erarbeiten. Die Auftaktsitzung ist für das dritte Quartal dieses Jahres geplant.
Die Fördermittel für das Projekt kommen von den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen des Präventionsgesetzes. Für den Haushalt entstehen laut Verwaltung keine zusätzlichen Kosten, da die Eigenfinanzierung über bereits bestehende Personalressourcen erfolge. Ist das Projekt erfolgreich, könnte es um zwei weitere Jahre verlängert werden.
