Abo

Geschichten hinter der EhrungEin Abend für Rhein-Bergs Beste – und die Stillen

5 min
Die Jazz Lights aus Bergisch Gladbach tanzen bei der Sportlerehrung im Bergisch Gladbacher Bürgerhaus Bergischer Löwe.

2025 wurden sie Weltmeister, jetzt Mannschaft des Jahres bei der Sportlerwahl in Rhein-Berg: Die Jazz Lights aus Bergisch Gladbach brillierten auch bei der Ehrungsgala.

Große Emotionen bei der Sportlerehrung im Bergischen Löwen und Rekordbeteiligung bei der Abstimmung

Das Licht erlischt, Hymne „We are the Champions“ ertönt und auf der großen Bühne erscheinen Bilder der Sportlerinnen und Sportler, die es in diesem Jahr ganz nach oben geschafft haben – bei der Sportlerwahl des Kreissportbunds. Neben den nominierten Athletinnen und Athleten, die bis zu dem Abend noch nicht wissen, welchen Platz sie belegt haben, verfolgen gespannt auch Angehörige, Vereinsvertreter und zahlreiche Prominente die von ARD-Sportkommentator Tom Bartels moderierte Gala.

Sportlerehrung 2026 im Bergischen Löwen.

Die Sieger mit Laudatoren, Landrat und Vertretern von Kreissportbund und Partnern der Sportlerwahl und -ehrung.

In Rhein-Bergs „Welt des Sports“ begrüßte Bartels, der längst selbst engagierte Teil von dieser ist, Landessportbund-Ehrenpräsident Walter Schneeloch ebenso wie den Ehrenpräsidenten des Deutschen Behindertensportverbands, Friedhelm Julius Beucher, sowie die Präsidentin des Rheinischen Turnerbunds, Ulla Koch, und zahlreiche Bürgermeister beziehungsweise ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter.

Die Basis für erfolgreichen Spitzensport ist der Breitensport
Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises

Wie vielseitig – und erfolgreich – Rhein-Bergs Spitzensportwelt ist, zeigten die folgenden mehr als zwei Stunden – der erste Applaus auf der großen Bühne der Bergischen Löwen unterdessen gehörte den „stillen Helden“ im Hintergrund, 16 Jugendbetreuerinnen und Jugendbetreuern, die zuvor im Spiegelsaal des Löwen für ihre Verdienste im Ehrenamt ausgezeichnet worden waren.

ARD-Sportmoderator Tom Bartels spricht mit Landrat Arne von Boetticher und Kreissportbundchef Uli Heimann.

ARD-Sportmoderator Tom Bartels (l.) im Gespräch mit Landrat Arne von Boetticher (M.) und Kreissportbundchef Uli Heimann.

Von der „wichtigen Vorbildfunktion“, die Spitzensportler, aber auch die ehrenamtlich Aktiven im Breitensport haben , sprach Landrat Arne von Boetticher und erzählte im Gespräch mit Tom Bartels, wie er selbst früher Judo betrieben habe, während er heute – so es die Zeit zulasse – laufe und in einer Runde von Familienvätern Tennis spiele.

Mit Spannung wurde die Bekanntgabe der Sieger bei der Sportlerehrung erwartet

Mit Spannung verfolgten nicht nur Landrat und Kreissportbundvorsitzender Uli Heimann, wie die Platzierung der Sportlerwahl, zu der Kölner Stadt-Anzeiger und Bergische Landeszeitung als Medienpartner wieder ihre Leser zur Stimmabgabe aufgefordert hatten, auf der Bühne gelüftet wurden. Dabei hatten die Leserinnen und Leser dieser Zeitung mit 3672 Stimmen einen Rekord aufgestellt: Nie zuvor waren mehr Stimmen bei der Sportlerwahl abgegeben worden, wie Gesamtredaktionsleiter Christian Stahl im Gespräch mit Bartels verriet.

Kreissparkassen-Regionaldirektorin Christiane Bechem und Gesamtredaktionsleiter Christian Stahl  bei der Sportlerehrung 2026.

Würdigten das Engagement und verkündeten eine  Rekord: Kreissparkassen-Regionaldirektorin Christiane Bechem und Gesamtredaktionsleiter Christian Stahl.

„Wo könnten wir unseren öffentlichen Auftrag zur Förderung des Gemeinwohls besser umsetzen als im Sport“, sagte Christiane Bechem, Regionalvorständin der Kreissparkasse Köln, die die Sportlerehrung seit Jahren unterstützt.

Ein Plädoyer für die Olympiabewerbung der Region Rhein/Ruhr auch von Landespolitiker

„Eine Herzensangelegenheit“, so Bechem, die ebenso wie Stahl Preise übergab. Und wie Landtagsabgeordneter Martin Lucke, der das ehrenamtliche Engagement und die großen Leistungen im Sport würdigte und sich zudem im Gespräch mit Bartels wie dieser für die Olympiabewerbung der Region Rhein/Ruhr aussprach.

Dagi Polnow-Meding steht bei der Sportlerehrung mit ihren Jazz Lights auf der Bühne des Bergischen Löwen.

Gab die Auszeichnung gleich an ihr Team und die Jazz Lights weiter: Dagi Polnow-Meding (2.v.r.) bei der Sportlerehrung.

Ob es die Sportlerin des Jahres, Para-Leichtathletin Jule Roß war oder Dagi Pollnow-Meding, die Leiterin der erstplatzierten Mannschaft, der Showtanzgruppe „Jazz Lights“ – TV-Sportmoderator zeigte sich bestens vertraut mit der rheinisch-bergischen Sportwelt.

Menschen stehen im Bergischen Löwen vor einer Videoleinwand mit Videoschaltung.

Sieger: Der Sport des Jahres, Radsportler Leon Arenz, wurde von einer Frankreich-Rundfahrt per Video zugeschaltet.

Bartels entlockte auch dem Sportlerwahlsieger bei den Männern, Radsportler Leon Arenz, was ihn antreibt und welche weiteren Ziele er sich gesteckt hat. Dabei war Radsportler Arenz per Videoschaltung von einer Frankreich-Rundfahrt zugeschaltet, während sein Vater Jörg, selbst ehemaliger Radprofi, daheim die begehrte Siegertrophäe der Sportlerehrung des Kreissportbunds entgegennahm.

Das ist schon ganz besonders hier in Rhein-Berg
Friedhelm Julius Beucher, Ehrenpräsidenten des Deutschen Behindertensportverbands, zur Ehrung von Menschen mit und ohne Behinderung

Welch emotionale Geschichten die Sportlerehrung schreibt, zeigte das Wiedersehen der Landtagsabgeordneten Tülay Durdu mit Reiter Jaycen Schlesinger.

Landtagsabgeordnete Tülay Durdu mit Reiter Jaycen Schlesinger (2. Platz) bei der Sportlerehrung.

Landtagsabgeordnete Tülay Durdu mit Reiter Jaycen Schlesinger (2. Platz) bei der Sportlerehrung.

Nach der ersten Begegnung mit dem Burscheider bei der Sportlerehrung im vergangenen Jahr hatte sie ihn beim Training besucht und freute sich nun zudem über die erneute Platzierung des zwischenzeitlich zum Vize-Weltmeister der Reiter mit geistiger Beeinträchtigung avancierten Sportlers.

Den Siegerinnen bei der Sportlerwahlsiegerinnen Carolina Baumgarten (3. Platz), Jule Roß (1. Platz) und Nele Renneberg (2. Platz) gratulieren MdL Martin Lucke (2.v.l.) und der Ehrenpräsident des Deutschen Behindertensportverbands, Friedhelm Julius Beucher.

Den Siegerinnen bei der Sportlerinnen (v.l.) Carolina Baumgarten (3. Platz), Jule Roß (1. Platz) und Nele Renneberg (2. Platz) gratulierten MdL Martin Lucke (2.v.l.) und der Ehrenpräsident des Deutschen Behindertensportverbands, Friedhelm Julius Beucher.

Wie selbstverständlich bei der Sportlerehrung in Rhein-Berg seit Jahren erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler mit und ohne Behinderung ausgezeichnet werden, freute nicht nur den Ehrenpräsidenten des Deutschen Behindertensportverbands, Friedhelm Julius Beucher: „Das ist schon ganz besonders hier in Rhein-Berg.“

Neuer Holger Müller-Ehrenpreis der Rembold-Stiftung geht an den SV Refrath

Über eine Premiere freute sich Kreissportbundsvorsitzender Uli Heimann: Der Rösrather Stifter Dr. Jürgen Rembold hatte mit seiner Stiftung erstmals einen Holger Müller Ehrenpreis ausgelobt.

Übergabe des Holger Müller-Ehrenpreises bei der Sportlerehrung des Kreissportbundes Rhein-Berg.

Die Vertreter des TV Refrath freuen sich über den Holger Müller-Ehrenpreis von Dr. Jürgen Rembold (2.v.l.)

Neben seinem Engagement für kulturelle und soziale Projekte stiftete der Rösrather Dr. Jürgen Rembold mit seiner Stiftung einen nach dem verstorbenen Landtagsabgeordneten, Sportfreund und Sportausschussvorsitzenden im Landtag, Holger Müller, benannten Ehrenpreis zur Würdigung sportlicher erfolgreicher Vereinsarbeit.

Als „Verein, der im Leistungssport breit aufgestellt Akzente setzt“, erhielt der TV Refrath den mit 2.500 Euro dotierten Preis bei der Premiere am Mittwochabend.

Faszinierte Showhöhepunkte boten neben den Lollipop-Ring- und LED-Artisten Laura und Boy auch die Sieger bei den Mannschaften: die Jazz Lights, die ihren neuen Tanz präsentierten. Erneut weltmeisterlich – so wie der angeregte Austausch der Gäste nach der großen Gala. Ausdruck einer großartigen Sportregion.


Sportlerehrungs-Splitter

Als Radsportexperte und legendäre „Stimme der Tour de France“ ist er sonst bei Rhein-Bergs Sportlerehrungen oft von Moderator Tom Bartels spontan interviewt worden, diesmal war Herbert Watterotts Expertise als Eishockey-Kenner gefragt: Schließlich spielte zeitgleich zur Sportlerehrung der KEC im Spiel vier des Halbfinals. Watterotts Begleiter Günter Dreschke, der auch mit 90 noch bei den „Herren 80“ von Grün-Gold Bensberg regelmäßig auf dem Tennisplatz steht, informierte auf Bartels Nachfrage von der Bühne über aktuelle Zwischenstände.

Sportreporter-Legende Herbert Watterott (l.) mit Günter Dreschke.

Sportreporter-Legende Herbert Watterott (l.) mit Günter Dreschke.

Ob die Titelmelodie der ARD-Sportschau oder andere bekannte Sport-Jingles – die Musiker der „Sportophonics“ sorgten für die Begleitung der ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportler auf die Bühne im Bergischen Löwen.

Begleiteten die Athleten musikalisch auf die Bühne: die „Sportophonics“.

Begleiteten die Athleten musikalisch auf die Bühne: die „Sportophonics“.

Von den Treppchenplatz-Siegerinnen und -Siegern wurden zudem Videos eingespielt, die erstmals Krischan Lohmar für die Sportlerehrung erstellt hatte. (wg)