Bergheim-Niederaußem – Am frühen Donnerstagmittag fauchte, zischte und rauchte es aus dem Kraftwerk Niederaußem. Wie RWE Power auf Anfrage mitteilt, hatte die ungewohnte Geräuschentwicklung nichts mit der turnusmäßigen Revision des 2003 in Betrieb genommenen und knapp 1000 Megawatt (MW) liefernden BoA-Blocks K zu tun.
Grund war eine Störung in der Dampfbläseranlage des 53 Jahre alten 300-MW-Kraftwerksblocks C. Mit der Anlage wird regelmäßig der Kessel gereinigt.
Überdruck abgelassen
Schon am frühen Vormittag gab es kurze, geräuschvolle Öffnungen eines Sicherheitsventils, gegen 11.30 Uhr ließen die Ventile dann für knapp 20 Minuten in Wellenbewegungen deutlich hörbar den Überdruck aus dem Kessel ab.
Personen kamen nach Angeben des Unternehmens, das den Störfall bedauert, nicht zu Schaden. Es sei „beruhigend und gut, dass die Sicherheitsventile angeschlagen haben“, sagte RWE-Sprecher Guido Steffen. (ftz)
