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HausfriedensbruchEindringlinge sorgen für Ärger im Bergheimer Stadion

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Ein Mann steht neben der Seitenlinie eines Fußballplatzes.

Als Mitglied des SC-Glessen ist jeder im Waldstadion willkommen, betont Jugendleiter Max Bayer. 

Der SC Glessen will konsequent gegen Hausfriedensbruch vorgehen.  Es gebe legale Alternativen dazu, sagt der Vorsitzende Dirk Hingott.

Das Waldstadion wird oft unerlaubt von Jugendlichen genutzt, obwohl die Sportanlage durch einen Zaun gesichert ist. Da es dabei zuletzt mehrfach zu Sachschäden gekommen ist, kündigt der Verein jetzt konsequente Verfolgung des Hausfriedensbruchs an. Das Waldstadion am Fuß der Glessener Höhe ist der Nutzung durch den SC Schwarz-Gelb Glessen für Training und Spielbetrieb vorbehalten.

Darüber hinaus ist das Gelände verschlossen. „Die Jugendlichen klettern an dem Eingangstor, wo man auf die Klinke treten kann, über den Zaun“, weiß Vereinsvorsitzender Dirk Hingott aus Aufzeichnungen der Videoüberwachungsanlage. Schon zweimal sei dabei der teure elektronische Schließzylinder abgebrochen. Die Delinquenten habe man durch die Kameraaufnahmen identifizieren können; der Schaden, den sie verursacht haben, sei von der Versicherung der Eltern beglichen worden.

Wer Fußball spielen will, kann dafür den öffentlichen Bolzplatz benutzen oder Vereinsmitglied werden
Dirk Hingott, Vorsitzender des SC Glessen

„Die Kinder wollen Fußball spielen“, zeigt Hingott zwar Verständnis. Früher sei man überall einfach auf die offenen Aschenplätze zum Kicken gegangen. Das gehe bei einem teurem Kunstrasenplatz nicht mehr. „Wer Fußball spielen will, kann dafür den öffentlichen Bolzplatz benutzen oder Vereinsmitglied werden“, so Hingott. Es gebe legale Alternativen zum Hausfriedensbruch.

„Wir sind ein familienfreundlicher Verein. Bei uns kann jeder in den Verein eintreten und bei den Jugendmannschaften mittrainieren“, sagt auch Jugendleiter Max Bayer. Künftig werde, so Hingott, unbefugtes Betreten „konsequent verfolgt“ und gegebenenfalls zur Anzeige gebracht, nachdem solche Zwischenfälle in der jüngeren Vergangenheit „immer häufiger“ aufträten, wie Hingott im Gespräch mit der Redaktion betont.

An die Eltern appelliert der Vereinschef, mit ihren Kindern „über den respektvollen Umgang mit fremdem Eigentum“ zu sprechen. Sich unbefugt Zutritt zum Kunstrasenspielfeld zu verschaffen, sei „kein Kavaliersdelikt und kann von uns nicht länger geduldet werden“, sagt der Vereinsvorsitzende, der durch den Appell auf eine Sensibilisierung der Bevölkerung hofft. Schließlich sei der Kunstrasen, den es zu erhalten gelte, erst kürzlich „für mehrere tausend Euro“ ertüchtigt worden.

Ortsbürgermeisterin Anne Keller zeigt großes Verständnis für den Verein: „Der SC Glessen als Nutzer und Bauherr des Waldstadions auf städtischem Grund muss die verursachten Schäden stets reparieren.“ Sie verweist auf einen Bolzplatz an der Braunfeldsmühle am nordwestlichen Ortsrand. „Der ist sehr gut in Schuss, hat fest installierte Tore, ein Fitnessgerät und Sitzgruppen. Vielleicht ist der etwas abgelegen liegende Platz gar nicht allen bekannt“, mutmaßt sie.