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Großbrand in BergheimMitarbeiter des Paffendorfer Unternehmens wollen Kopf hochhalten

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Zu sehen ist die Brandruine einer Lagerhalle.

Nach dem Großbrand steht von einer Lagerhalle der Firma Recova im Gewerbepark bei Paffendorf nur noch ein verrußtes Gerippe.

Nach dem Feuer, das tagelang im Gewerbepark Bergheim gewütet hat, machen sich Brandermittler auf die Suche nach der Ursache.

Es riecht nach Rauch, auf dem Boden stehen schwarze Pfützen, von einer Lagerhalle steht nur noch ein verrußtes Gerippe. Nach dem Großbrand auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmens recova im Gewerbepark bei Paffendorf stehen nun die Brandermittlungen und danach das große Aufräumen und Saubermachen an. Im Unternehmen selbst sitzt der Schock über das Feuer aber noch tief.

„Wir sind alle in Ungewissheit, wie es weitergeht“, sagt recova-Prokurist Matthias Scheible. „Wir sind ein kleines Unternehmen. Für uns alle ist das die Existenz gewesen, die jetzt niedergebrannt ist. Wir müssen jetzt versuchen, den Kopf hochzuhalten.“ Zur möglichen Brandursache wolle man sich nicht äußern. „Da warten wir ab, was die Ermittlungen ergeben.“

Bergheim: Dank der Firmenmitarbeiter an die Einsatzkräfte

Der Dank der Mitarbeiter gelte den Einsatzkräften, die 37 Stunden lang gegen das Feuer gekämpft hätten. „Wir haben versucht, uns noch vor Ort bei jedem persönlich zu bedanken. Aber es ist ja klar, dass das nicht bei allen geklappt hat.“

Auch wenn es am Sonntagmorgen „Feuer aus“ hieß bei der Feuerwehr der Stadt Bergheim – wirklich beendet war der Einsatz damit noch nicht. Auch am Montagvormittag waren noch Feuerwehrleute vor Ort und prüften vom Korb der Drehleiter aus, wie es um die Lagerhalle steht. Auch ein Statiker war mit Vertretern der Stadt Bergheim vor Ort, um sich ein Bild des Schadens zu verschaffen.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. „Der Brandort ist derzeit beschlagnahmt“, teilte eine Sprecherin der Polizei am Montagmittag (24. August) mit. „Eine Begehung des Brandorts wird zeitnah erfolgen.“

Am Freitagabend war der Brand in der Entsorgungsfirma ausgebrochen. Etwa 50 Gitterboxen mit Akkus und Elektroaltgeräten standen in Flammen. Auch am Samstag hatten Feuerwehrleute immer wieder aufflammende Brandstellen in der Halle löschen müssen. Die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim arbeiteten seit Samstagmorgen immer im Wechsel an der Einsatzstelle. Mit Erfolg: „Trotz der massiven Brandausbreitung konnten etwa zwei Drittel der Lagerhalle vor den Flammen geschützt und erhalten werden“, teilt die Feuerwehr mit.

In der Spitze waren mehr als 120 Einsatzkräfte vor Ort. Unterstützt wurde die Feuerwehr Bergheim von zahlreichen Einsatzkräften umliegender Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks (THW) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Zum Einsatz kamen unter anderem vier Hubrettungsgeräte mit Wasserwerfern, darunter ein rund 90 Meter hoher Gelenkmast der RWE-Werkfeuerwehr – und rund zwei Kilometer an Schläuchen, die nun gereinigt, geprüft und wieder einsatzbereit gemacht werden müssen.