Busfahren auf BestellungVerkehrs-Pilotprojekt startet in einer Kommune in Rhein-Erft

Noch verkehren im Rhein-Erft-Kreis auch Anrufsammeltaxis. Die REVK startet eine Testbetrieb mit On-Demand-Bussen.
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Frechen/Rhein-Erft-Kreis – Der „On-Demand-Verkehr“ könnte in einigen Jahren kreisweit das Anrufsammeltaxi (AST) ablösen. Im „On-Demand-Verkehr“ fahren Busse nur noch auf Wunsch der Fahrgäste. Bei einer Umfrage der Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) haben acht der zehn Rhein-Erft-Kommunen ihr Interesse bekundet. Brühl und Wesseling sind nicht dabei.
Die REVG plant noch in diesem Jahr eine Pilotphase in Frechen, Bergheim und Erftstadt. Die Ausdehnung auf die anderen Kommunen könnte im kommenden Jahr erfolgen. In Frechen informierte REVG-Geschäftsführer Walter Reinarz im Ausschuss für Verkehr, Umwelt und Klima über das Vorhaben. Ziel der REVG sei, einheitliche Regeln im Kreisgebiet sowie kommunenübergreifende ÖPNV-Angebote zu etablieren.
Elektro-Busse werden eingesetzt
Nach Reinarz Worten hat die REVG bereits im März einen Förderantrag für das On-Demand-Konzept gestellt. Eingesetzt werden sollen ausschließlich elektrisch betriebene Kleinbusse vom Typ Mercedes Vito mit sechs bis acht Plätzen. Diese Busse sind barrierefrei, sie verfügen über ausfahrbare Rampen. Rollstühle, Kinderwagen oder Rollatoren mitzunehmen ist kein Problem. Für Fahrräder hingegen ist kein Platz. Die Ausschreibung zum Kauf dieser Fahrzeuge sei bereits vorbereitet, sagte Reinarz.
Auf Bestellung
Der On-Demand-Bus wird per App oder Telefon bestellt und holt den Fahrgast – im Gegensatz zum AST-Taxi – 20 bis 30 Minuten später an der Haustür ab. Es gibt keine festen Halteplätze. Die App soll in die REVG-App sowie in die VRS-App integriert werden. Bezahlt wird später im Fahrzeug, auch bargeldlos. (mrz)
Noch gibt es allerdings viel zwischen der Stadt Frechen und der REVG zu klären. Zum einen, so hieß es im Ausschuss, müsse das Leistungsvolumen festgelegt werden. Zum anderen müsse noch entschieden werden, zu welchen Zeiten der On-Demand-Verkehr angeboten werden soll. Unklar ist ebenso noch, wie die Übergangsphase gestaltet würde, wenn der On-Demand-Verkehr das AST-Angebot komplett ablösen sollte. Hier gilt es, noch laufende Verträge mit den Taxiunternehmen zu berücksichtigen.
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Bei einem achtstündigen Betrieb an sieben Tagen in der Woche mit zwei Fahrzeugen und vier Fahrern kämen auf die Stadt Frechen jährliche Kosten von rund 240.000 Euro zu. Allerdings gibt es Fördermittel des Bundes, die den städtischen Anteil auf 35.000 Euro verringern könnten.



