Trafostation-61-FestivalBands aus Südafrika und Belgien spielen in Frechen

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Vor einer kleinen Bühne im Wald stehen Fans und hören der Band zu.

Rock und Metal in familiärer Atmosphäre beim Trafostation-61-Festival in Frechen-Grefrath.

Vom 11. bis 13. August 2023 findet in Frechen-Grefrath wieder das Trafostation-61-Festival statt. 

Wenn am Freitag (11. August) die Kölner Indie-Rocker The Moobies die elfte Ausgabe des Trafostation-61-Festivals eröffnen, liegt hinter den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern bereits eine Menge Vorarbeit.

Die ersten Vorbereitungen laufen bereits. So ist etwa die Wiese für den Campingbereich schon frisch gemäht. Auch die Cocktail-Bar ist bereits aufgebaut. Die heiße Phase beginnt für gewöhnlich dann am Montag (7. August) vor dem Festival.

Bier statt Fritten-Fett

Mitorganisator Sebastian Militar ist mit dem bisherigen Stand zufrieden. „Aber helfende Hände können wir natürlich immer gebrauchen“, sagt das Vorstandsmitglied des Trägervereins Kulturtrafo Frechen. „Vor allem für den Küchenbereich. Die meisten riechen wohl lieber nach Bier als nach Fritten-Fett.“

Wie immer erwartet das Publikum eine breite Vielfalt aus dem Rock-Sektor. Besonders freut sich Militar darüber, dass Ruff Majik nach Grefrath kommen werden.

Südafrikaner mit Visa-Problemen

Denn die Südafrikaner konnten 2019 aufgrund von Visa-Problemen nicht wie geplant auf dem Trafogelände spielen. In diesem Jahr war eine Reise nach Europa eigentlich gar nicht vorgesehen.

Aus Militars Anfrage hatte sich die Sludge’n’Roll-Truppe dann doch noch entschlossen, eine Tournee zu planen. „Es freut mich irgendwie, dass wir sozusagen den Anstoß dazu gegeben haben“, erzählt Militar.

Einmal Westflandern und zurück

Ein kleiner Husarenritt wird der Besuch der belgischen Death-/Thrash-Band Schizophrenia am Samstag werden. Um 12.10 Uhr treten die Belgier auf dem Alcatraz-Festival bei Kortrijk auf.

Im Anschluss macht sich das Metal-Quartett auf die knapp 300 Kilometer lange Anreise von Westflandern nach Grefrath. Wenn alles glattgeht, stehen Schizophrenia um 20.50 Uhr auf der Bühne der Trafostation. In der Nacht geht es dann wieder zurück nach Kortrijk.

Windhosen und Dauerstarkregen

Militar ist Optimist. Er geht nicht nur davon aus, dass bei der Fahrt der Belgier nichts dazwischen kommt. „In den letzten Wochen ist die statistische Wahrscheinlichkeit auf Windhosen und Dauerstarkregen deutlich gesunken“, sagt der Metal-Enthusiast mit einem Augenzwinkern. „Das ist ja alles bereits abgearbeitet.“

Ein Metal-Fan mit grünem Hut trägt zwei grüne Gießkannen durch das Publikum.

Sebastian Militar ist Mitorganisator des Trafostation-61-Festivals und packt jederzeit mit an.

In diesen für viele wirtschaftlich schwierigen Zeiten konnten die Frechener die Eintrittspreise für ihr Festival stabil halten. Statt einer Erhöhung, wie man sie bei vielen anderen Veranstaltungen beobachten kann, wurden für den Sonntag sogar die Preise für Tagestickets ein wenig gesenkt.

Ehrenamtliche kaufen Tickets

Die Erklärung dafür ist recht simpel. „Einige zeitgleich stattfindende Festivals enden bereits am Samstagabend. Wir hoffen, damit noch ein paar Leute am Sonntag für uns gewinnen zu können. Als Absacker“, sagt Militar.

Das unterstreicht noch einmal den nicht-kommerziellen Ansatz des Trafostation-61-Festivals. Viele der ehrenamtlichen Helfer in allen Bereichen opfern Urlaubstage und kaufen sich trotz ihrer Mitarbeit sogar noch ein Ticket. Mehr Einsatz geht wohl kaum.

Der familiäre Charakter bleibt erhalten

Der im letzten Jahr erstmals angebotene Shuttle-Service vom Festivalgelände unter anderem zur Endhaltestelle der KVB-Linie 7 in Benzelrath wird erweitert. Bis ungefähr 2 Uhr nachts können sich die Rock-Fans chauffieren lassen.

Wichtig ist Militar und seinen Mitstreitern, dass der familiäre Charakter des Festivals erhalten bleibt. „Ich sehe absolut nicht, dass wir versuchen über größere Bands mit anderen Festivals zu konkurrieren“, erklärt er. „Wir setzen auf Gruppen, die noch nicht so bekannt sind.“ Er möchte lieber Musikliebhaber zur Trafostation locken, die kommen, um neue Bands kennenzulernen.

Mit dem Spirit von AC/DC

Dazu passt die Verpflichtung der Heavy-Rock-Band Blitzer. Eigentlich wollte Militar die Gruppe Sweeping Death engagieren. Da das nicht zustande kam, meldete sich deren Sänger Elias Witzigmann: „Ich könnte mit meiner zweiten Band vorbeikommen.“

Die Augsburger veröffentlichten kürzlich ihr Debütalbum „The Dead Knock At Your Door“ und beschreiben ihre Musik selbst als moderne Mischung aus The Hellacopters, Judas Priest, Kvelertak oder dem Spirit von AC/DC. Karten sind für alle Festivaltage im Internet (www.trafostation61.de/tickets) erhältlich.

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