Regen und der Wechsel der Windrichtung treiben den Rauch ins Rheinland. Was die Behörden den Bürgerinnen und Bürgern empfehlen.
Behörden warnenBrandgeruch aus dem Hohen Venn zieht durch Rhein-Erft-Kreis

Die Bekämpfung des Waldbrandes ist wegen des torfhaltigen Bodens in dem Naturschutzgebiet besonders schwierig.
Copyright: dpa
Die Auswirkungen der verheerenden Waldbrände im Hohen Venn in Belgien sind nun auch im Rhein-Erft-Kreis zu spüren, besser: zu riechen. Aufgrund der aktuellen Wetterlage kann es zwischen Wesseling und Bedburg zu Brandgeruch kommen. Ein entsprechender Hinweis ist am Dienstagmorgen (18. August) über die Nina-Warn-App versendet worden. Auch die Kreisverwaltung in Bergheim hat über ihre digitalen Kanäle über die Geruchsbelästigung informiert. Für die Bevölkerung bestehe aber keine Gefahr, heißt es.
Dass der Brandgeruch so viele Kilometer vom Brandgeschehen entfernt wahrgenommen wird, liegt am Wetterwechsel. Regen und Wechsel der Windrichtung begünstigen dies.
In der Eifel besteht Gefahr durch Schadstoffbelastung
Die Behörden appellieren an die Bürgerinnen und Bürger: Bitte halten Sie die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für tatsächliche Notfälle frei. So bleiben die Leitungen für Menschen erreichbar, die dringend Hilfe benötigen.
Für die umliegenden Orte in der Eifel sieht die Situation dramatisch aus: Als Folge des Waldbrands im Hohen Venn droht der Bevölkerung eine Gesundheitsgefahr durch Schadstoffe in der Luft. Wie die Gemeinde Monschau am Dienstag mitteilte, kommt es in der Stadt Monschau und den Gemeinden Roetgen und Simmerath zu erheblichen Geruchsbelästigungen und möglicher Schadstoffbelastung. „Gesundheitliche Gefahren können nicht ausgeschlossen werden“, teilte die Gemeinde mit.
Das Feuer im Hohen Venn ist der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Belgiens. Seit Freitag wurden rund 3.000 Hektar Vegetation vernichtet.
