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Rhein-Erft-KreisMehrere Interessenten für Schildkröten aus Bergheim und Elsdorf

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Zu sehen ist eine Schildkröte.

Eine der beiden Schildkröten, die in Elsdorf und Bergheim gefunden wurden.

Nach wie vor haben sich die Besitzer der auf der Straße aufgelesenen Tiere nicht beim Kreisveterinäramt gemeldet.

Die Besitzer der beiden Landschildkröten, die vor einigen Tagen auf der Straße in Bergheim-Kenten beziehungsweise in Elsdorf-Esch gefunden wurden, haben sich bislang nicht beim Veterinäramt gemeldet. Das teilt der Rhein-Erft-Kreis mit. In Kenten waren eine eine männliche Griechische Landschildkröte und in Esch eine männliche Maurische Landschildkröte aufgelesen worden.

Der Panzer der in Kenten gefundenen Schildkröte war mit silbernem und gelbem Lack besprüht worden. „In der Auffangstation soll nun zunächst versucht werden, die auf dem Panzer der Griechischen Landschildkröte aufgebrachte Farbe vorsichtig mit einem geeigneten Lösungsmittel zu entfernen“, sagt Claudia Barleben von der Pressestelle des Kreises.

Rhein-Erft: Die Tiere sollen auf jeden Fall getrennt vermittelt werden

Die Kennzeichnung der Tiere mit Farbe sei aus tierschutzfachlicher Sicht nicht sachgerecht gewesen, teilt der Kreis mit. „Über den Panzer können unter Umständen Schadstoffe aufgenommen werden. Zudem kann eine Farbmarkierung die für die Tiere wichtige Aufnahme von UVB- und UVA-Strahlung beeinträchtigen.“

Für die Tiere gebe es inzwischen mehrere Interessenten. Diese würden derzeit sorgfältig hinsichtlich ihrer Eignung geprüft. „Personen, die bislang noch keine Schildkröten gehalten haben, müssen zunächst ein artgerechtes Außengehege einrichten“, sagt die Sprecherin. Hierzu erhielten sie ein dreiseitiges Merkblatt mit Informationen zu den Anforderungen an eine artgerechte Haltung von Landschildkröten.

Interessenten, die bereits Schildkröten halten, würden gebeten, eine Fotodokumentation ihres bestehenden Geheges sowie Angaben zum derzeitigen Alters- und Geschlechterverhältnis ihrer Tiere vorzulegen. „Bei Interessenten, die nicht aus dem Rhein-Erft-Kreis stammen, wird zusätzlich die jeweils zuständige Artenschutzbehörde kontaktiert, um Informationen zu bisherigen Erfahrungen mit den Haltern und deren Zuverlässigkeit einzuholen“, sagt Claudia Barleben.

Nach Auskunft des Rhein-Erft-Kreises werden die beiden Tiere einzeln vermittelt. Barleben: „Da es sich um zwei artfremde Exemplare handelt, sollen sie nicht miteinander vergesellschaftet werden.“