InsolvenzKölner Internetanbieter Glasfaser Direkt ist pleite – Arbeiten in Much gestoppt

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Das Ende eines Bündels Glasfaserkabel ist auf einer Baustelle zu sehen.

Ein weiterer Glasfasernetz-Betreiber ist pleite: Die Kölner Glasfaser Direkt GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. (Symbolbild)

Der Kölner Internetbetreiber Glasfaser Direkt GmbH hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das hat auch Folgen für Projekte im Rhein-Sieg-Kreis.

Wer im Mucher Süden, im Raum Marienfeld, auf den Anschluss ans Glasfasernetz wartet, muss sich gedulden. Die Kölner Firma Glasfaser Direkt, zu der auch Eifel-Net mit den Mucher Projekten gehört, hat Insolvenz angemeldet. Laut „Wirtschaftswoche“ war der Rückzug des britischen Investors John Laing der Auslöser.

„Zusammen mit dem Insolvenzverwalter sind wir auf der Suche nach einem neuen Investor“, bestätigte Glasfaser-Direkt-Sprecherin Carolin Winter dieser Zeitung am Mittwoch. Die Arbeiten in Much seien erst einmal gestoppt worden, sie sei aber optimistisch, dass es bald weiter gehe, sagte Winter.

Glasfaser Direkt wollte auch Kabel in Marienfeld verlegen

Zu zeitlichen Abläufen wollte sie nichts sagen. Das Netz habe Eifel-Net bereits „fertig“ gemeldet, berichtete der Mucher Beigeordnete Karsten Schäfer auf Anfrage. Mit den Hausanschlüssen habe die Firma begonnen.

Glasfaser Direkt habe auch Interesse gezeigt, das Kabel im Hauptort Marienfeld zu verlegen. Das sei zunächst zurückgestellt worden. Das Neubaugebiet Stockemsiefen hat die Telekom mit Glasfaser angebunden. Außerdem ist der Anbieter Rhein-Sieg-Breitband in den Mucher Dörfern am Werk.

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