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Hennef feiert Das Programm des Stadtfests überzeugt die Besucher beim Neustart

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Das Riesenrad war Blickfang.

Hennef – Beim vorgezogenen Rundgang war noch nix los auf der Frankfurter Straße. Doch zum obligatorischen Fassanstich fürs Stadtfest, dieses Mal schon am Freitag um 18 Uhr, versammelte sich eine ordentliche Traube vor der Kreissparkassen-Bühne an der Beethovenstraße.

Für Bürgermeister Mario Dahm war es das erste Mal, aber routiniert schlug er den Hahn ein, zwei Schläge und es war vollbracht. Seine Freude über drei Tage Feier in der Innenstadt quoll über, er verlängerte die große Sause gleich mal auf drei Jahre.

60 Einzelhändler und 145 Stände

Das nahm ihm indes niemand übel. Die Lust auf Stadtfest war allenthalben spürbar. 60 Einzelhändler machten mit, wie sich Organisator Jürgen Kutter freute, für den es ebenfalls Premiere war. Insgesamt säumten 145 Stände die Hauptverbindung durchs Zentrum.

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Die Seifenblasen  zogen die Blicke magisch an.

Es blieben aber einige Lücken. Nicht alle Vereine konnten genug Leute gewinnen, um sich drei Tage zu präsentieren. „Coronabedingt sind einige Aussteller ausgeblieben“, räumte Kutter ein. Der ein oder andere Händler von außerhalb, die solche Feste regelmäßig bereisen, dürfte die Pandemie nicht überstanden haben, mutmaßte er.

Die Stimmung ist gut, die Leute sind zufrieden

Die Gastronomie hat er bewusst heruntergefahren, er rückt die Einzelhändler in den Vordergrund, sehr zur Freude der Stadt, der Werbegemeinschaft und des Stadtmarketings. Das Erscheinungsbild ist entsprechend aufgelockert. „Die Stimmung ist gut, die Leute sind zufrieden, früher wirkten sie gestresster, das sagen auch die Kollegen“, erklärte Henning Borgmann von „Schuwidu“, der Kinderschuhe verkauft.

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Magische Stimmung erzeugte der Stelzengänger mit seinem Fantasiegefährt.

Ihm passte der Regen ganz gut ins Konzept, bei der Hitze der vergangenen Woche mochte niemand Herbstware einkaufen. Er war auf dem Weg sich einen Backfisch zu besorgen. „Den letzten habe ich vor drei Jahren gegessen.“

„Kutti“ macht alles, was möglich ist

Die Getränkestände sind ausschließlich in der Hand der Vereine, viele Karnevalisten darunter, aber auch die Löschgruppe Stadt Blankenberg. Sie sind zufrieden, hätten aber gerne noch mehr Ansturm verkraftet. Mit „Kutti“, dem neuen Organisator, sind sie zufrieden: „Er macht alles, was möglich ist.“

Leichte Kritik gab es daran, dass schon am Donnerstagmorgen die Strecke zwischen den beiden Bühnen – die DLS-Bühne markierte das andere Ende am Bahnübergang – komplett gesperrt wurde.

Es gab  Rabattaktionen und Modenschauen

„Den Einzelhändlern gehen dadurch zwei Tage verloren“, meinte Christian Reuther von Intersport. Er hat nichts gegen den Start am Freitag, glaubt jedoch, dass der Aufbau auch am Freitag zu erledigen wäre.

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Nach jedem Schauer war die Straße wieder voll, die Veranstalter waren mit dem Zuspruch zufrieden.

Die Kunden mitnehmen, das war ein Appell an die Einzelhändler. Sie erledigten das nicht nur mit Rabattaktionen und dem verkaufsoffenen Sonntag, sondern etwa auch mit Modenschauen wie bei „Trendwerk“.

Riesenrad bietet herrliche Aussichten

Das Amt für Kinder, Jugend und Familie war präsent, ein Kasperletheater spielte regelmäßig vor der alten Post. Blickfang war sicher das 35 Meter hohe Riesenrad, das herrliche Aussichten über die Stadt bot.

Die Kirmes auf Markt und Heiligenstädter Platz war ebenfalls ausgedünnt, auch hier hatte die Pandemie Spuren hinterlassen. Auf der Falc-Arena-Bühne am Stadtsoldatenplatz war nicht nur Party, auch die Tanzschule Lars Stallnig zeigte Livetänze, Tanzschule Breuer schickte den Tanzbären durch die Straßen.

Du siehst mal Leute, die Du sonst nicht triffst

Der Alarmzug der Polizei sorgte mit deutlicher Präsenz und schnellem Eingreifen für Ruhe und klare Verhältnisse. Das Gesamtpaket kam bei den Besuchern an. „Fürs erste Mal ist es gut gelungen“, lobte Wilfried Schmidt, „Du siehst mal Leute, die Du sonst nicht triffst.“ Seine Frau Doris erkennt auch die Hintergründe an: „Das ist ja ein unternehmerisches Risiko.“

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Godehard Bowien ist eher der Genießer: „Es ist gut, dass nach zwei Jahren wieder was passiert. Aber es sind doch große Lücken da.“ Seine Frau Elke verteilt ein dickes Lob: „Das Hennefer Stadtfest isst für mich gleichzusetzen mit Pützchens Markt.“ Wolfgang Görgens ist ein bisschen zurückhaltender: „Es gibt viele, schöne unterschiedlichen Stände, die Leute bemühen sich alle.“

Das Wetter aber schlage dazwischen: „Drei Monate Hitze und dann regnet es zum Stadtfest in Strömen.“ Aber nach jedem Schauer kamen die Menschen in Scharen wieder auf die Straße. Und der Sonntag ist ja auch noch verkaufsoffen.