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Solarstrom fürs DachBruderschaft in Hangelar modernisiert Schützenhaus mit Förderung

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Über die Förderplakette freuen sich Alexander Schulz, Axel Trinks und Rainer Mück (v.l). 

Sankt Augustin – Seit Ende 2020 hat die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1970 ihr „Floßmann-Haus“ im Zentrum von Hangelar modernisiert, jetzt stehen die Arbeiten vor dem Abschluss. Die Solaranlage auf dem Dach wurde schon im ersten Abschnitt der Arbeiten montiert. „Damit können wir auch Strom speichern und ins öffentliche Netz abgeben“, sagt Brudermeister Alexander Schulz.

Seit gut 20 Jahren nutzt der Verein das Areal in Erbpacht. In dieser Zeit verwandelten die Mitglieder eine ramponierte Fachwerkscheune in ein zeitgemäßes Vereins- und Trainingszentrum. Zuletzt wurde eine Schießanlage eingebaut, auf der inzwischen auch Leistungssportler trainieren.

Sankt Augustin: Schützen erhielten 56.000 Euro vom Land

Die Modernisierung wurde durch ein Förderprogramm des Landes möglich, bei dem die energetische Sanierung von Sportstätten im Mittelpunkt stand. Dabei entfielen 756.000 Euro auf Sankt Augustin, die von den Vereinen beim Stadtsportverband (SSV) abgerufen werden konnten. „Die St.-Sebastianus-Schützen hatten 62.300 Euro beantragt, von denen 56.000 Euro bewilligt wurden“, sagt SSV-Schatzmeister Axel Trinks; Mittel, für die Brudermeister Alexander Schulz „extrem dankbar“ ist: „Sonst hätten wir das nicht stemmen können.“

Gefördert wurde der Einbau eines modernen Tores, das energetisch und versicherungstechnisch allen Anforderungen genügt. Der Innenumbau lag dem Verein besonders am Herzen: „Wenn wir bei Veranstaltungen zusätzlich die Fläche des Schießstandes nutzen wollten, mussten erst schwere Trennelemente aus Sperrholz aufwendig aus- und wieder eingebaut werden“, sagt Rainer Mück, der den Umbau koordiniert hat. Jetzt gibt es eine lärmgedämpfte mobile Trennwand, die binnen Minuten von einer Person weggekurbelt und platzsparend an der Wand zur Küche geparkt werden kann.

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Den letzten Teil der Sanierung hat der Verein ohne Förderung realisiert: das von Rainer Mück in aufwendiger Einzelanfertigung gebaute Rolltor für den Hof, das unübersehbar mit dem Vereinsnamen verziert ist. Neben Fachbetrieben aus der Region sorgten etwa 30 Vereinsmitglieder nach Feierabend und an den Wochenenden dafür, dass das Großprojekt zum Erfolg wurde. Nun hoffen die Schützen darauf, ihr modernisiertes Schützenhaus bald ausgiebig nutzen zu können.

Die Feiern zum 50-jährigen Bestehen 2020 waren ebenso der Pandemie zum Opfer gefallen wie das Schützenfest.