Kommentar zu StadtbetriebenSiegburger Verwaltungsrat entscheidet instinktlos

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Siegburg – Claudia Kuchheuser wird als zweite Vorständin in das dann dreiköpfige Leitungsteam der Stadtbetriebe Siegburg aufrücken. Daran besteht nach der Sitzung des Verwaltungsrats und angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Siegburger Stadtrat kein Zweifel.
Keinen Zweifel an der fachlichen Eignung, so betonten sie, haben auch diejenigen Mitglieder des Verwaltungsrats, die sich gegen Kuchheuser aussprachen: die SPD, die FDP und die Linke. Wohl aber kritisierten sie das Verfahren ohne öffentliche Ausschreibung und nicht zuletzt die Tatsache, dass mit Claudia Kuchheuser eine nahe Verwandte – die Schwester – zur Stellvertreterin des Chefs aufrückt. Ob das „gut und richtig“ ist, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Becker erklärt?
Instinktlos ist es allemal: Auf Vorschlag des Vorstands – dem der Bruder vorsitzt – wird das Gremium vergrößert und die Schwester berufen. Im Vorstand der Stadtbetriebe werden die Geschwister demnächst eine Mehrheit haben, und auch wenn sie das – wie anzunehmen ist – nicht ausnutzen sollten, so sind doch die Stadtbetriebe kein Familienunternehmen.
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Und schon der Anschein von Vetternwirtschaft sollte im Interesse der Stadt und ihrer Verwaltung vermieden werden. Das hat nichts mit „Sippenhaft“ zu tun, wie die Grüne Astrid Thiel den Kritikern vorwarf. Und es ist auch nicht „Frauen diskriminierend“, wie es Jürgen Becker bezeichnete.

