Betreiber Hans-Peter Markmann zufolge ist die Schaukel die größte ihrer Art in Europa.
Premiere auf dem StadtfestNessy taucht in Siegburg auf

Die Riesenschaukel auss Bonn hat Premiere auf dem Siegburger Stadtfest.
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„Nessy kenne ich schon fast mein ganzes Leben lang“, sagt Hans-Peter Markmann, als er und seine Mitarbeiter vor dem Amtsgericht letzte Hand an das imposante Fahrgeschäft vor dem Amtsgericht legen: „Mein Vater hat sie 1992 gekauft, da war ich zwei Jahre alt.“ Sie sei die „größte transportable Schaukel Europas“.
Zwei Sattelzüge sind nötig, um das insgesamt 90 Tonnen schwere Rumpelplatz-Vergnügen zu bewegen, das vom Hennefer Stadtfest bekannt ist, von Pützchens Markt und vom Bonner Weihnachtsmarkt. Zum Siegburger Stadtfest – das am Freitagabend durch Bürgermeister Stefan Rosemann eröffnet wird – wird es zum ersten Mal schaukeln.
Gondel für 50 Gäste
50 Gäste haben Platz in der langen Gondel. Ein grüner Drache erinnert sie an die berühmte Namensgeberin aus dem schottischen Loch Ness, aber auch an die charakteristische Drachenfigur eines Wikingerbootes. Fünf Euro kostet die Fahrt, eine Viererkarte ist für 22 Euro zu haben. Nessy hat es in sich. „Der höchste Schaukelpunkt ist bei 21 Metern“, erläutert Markmann. Dabei ist das Gestell der Schaukel in der Mitte rund 22 Meter hoch. Die hinteren Plätze am Rand seien eher bei Erwachsenen beliebt, die in der Mitte bei Kindern.

Betreiber Hans-Peter Markmann kannte das Fahrgeschäft schon als Kleinkind.
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Wirklich nostalgisch ist das Fahrgeschäft nicht: „Beleuchtung und Technik sind auf dem neuesten Stand“, so Markmann. Die LED-Beleuchtung werde mit verschiedenen Programmen gesteuert. „Für den Aufbau brauchen wir keinen Kran“, schildert Markmann zudem. Errichtet werde die Schaukel durch Hydraulik und Seilzüge. Aufwendig ist die Bemalung mit maritimen Motiven: Ein Mann in einem Boot ist zu sehen, der gegen ein Seeungeheuer kämpft, eine Nixe an einem Strand, ein Taucher und vieles mehr. 22 mal neun Meter Fläche werden für die Aufstellung auf einem Festgelände benötigt.
Zu unangenehmen oder gar gefährlichen Zwischenfällen sei es noch nie gekommen, wozu wohl auch die durchdachte Konstruktion der 1978 gebauten Schaukel beiträgt. In der Spitze der Aufhängung gibt es keine Motoren, für den Schwung sorgen Räder mit mächtigen Antrieben, die die Gondel nach links und rechts in die Höhe beschleunigen. Markmann: „Bei einem Stromausfall würde Nessy einfach langsam ausschaukeln.“
Familienunternehmen in der fünften Generation
Markmann führt das Familienunternehmen in der fünften Generation. Im Angebot ist auch das Riesenkarussell „Hexentanz“ mit 24 Gondeln, die um eine 16 Meter hohe Flammensäule tanzen. Das Karussell „Octopussy“ betriebt ein Onkel. Mit einem Sohn und einer Tochter im Grundschulalter stehe auch die sechste Generation bereits in den Startlöchern.
„Wir sind jedes Jahr bei 25 verschiedenen Veranstaltungen“, schildert der Schausteller, wobei Nessi bundesweit zu sehen sei. Das am weitesten entfernte Ziel des Bonner Familienunternehmens sei ein Standplatz am Hamburger Dom. Die Saison beginne dabei im März und ende am 23. Dezember auf dem Bonner Weihnachtsmarkt.

Räder versetzen Riesenschaukel Nessy in Schwung.
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Einfacher sei das Geschäft in den letzten Jahren nicht geworden. „Die Leute geben schon noch Geld aus, aber nicht so wie früher“, bedauert Markmann. Nach Corona hätten die Leute spürbar Sehnsucht nach Vergnügen gehabt, was dann aber wieder etwas abgeflaut sei. Die Schausteller hätten zudem mit steigenden Kosten zu kämpfen, für Strom, Sprit und durch den gestiegenen Mindestlohn. Der Premiere auf dem Siegburger Stadtfest blickt er optimistisch entgegen: „Das ist immer gut besucht.“
Das Stadtfest feiern Siegburgerinnen, Siegburger und Gäste von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 30. August. Offizieller Beginn ist mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Stefan Rosemann am Freitag, 18 Uhr, auf dem Markt. Musik und Unterhaltung werden auf drei Bühnen geboten, den Getränkeausschank übernehmen Siegburger Vereine. Erstmals gibt es zum Stadtfest einen verkaufsoffenen Sonntag von 13 bis 18 Uhr.
