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Regenbogen zum AbschiedKirchenmusikerin Renate Struensee verlässt Siegburger Gemeinde

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Nach all den Jahren des musikalischen Wirkens in Siegburg geht Renate Struensee nun ähnlichen Aufgaben in Königswinter nach.

Siegburg – Den Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde wird Renate Struensee in bester Erinnerung behalten, auch wenn bei dem Gottesdienst unter freiem Himmel die Corona geschuldeten Abständen eingehalten werden mussten.

„Außergewöhnlich schön und ergreifend“ fand die langjährige Kichenmusikerin die Feier an der Erlöserkirche auf dem Brückberg, die unter dem Motto „Regenbogen“ stand und zu der Pfarrer Joachim Knitter „wunderbare Texte“ beigesteuert habe. Der Posaunenchor spielte, und Struensee sah unter den Teilnehmern viele bekannte Gesichter.

Kreis hat sich geschlossen

Die Wahl des Regenbogens als Leitmotiv war kein Zufall, sondern eine Reminiszenz an ein großes Musicalprojekt „Noah und der Regenbogen“, das Struensee vor einigen Jahren organisiert hatte. „Da schloss sich für mich ein Kreis“, sagte die scheidende Kantorin. Mehr als 50 Jahre stand sie in Diensten der Gemeinde, geht aber keineswegs in den Ruhestand: Sie wechselt als Kirchenmusikerin von Siegburg nach Königswinter und will auch weiterhin als Klavierlehrerin arbeiten.

In Buisdorf, so erinnert sie sich, saß sie schon mit zwölf Jahren am Klavier, um den Gottesdienst mitzugestalten. Zeitweise arbeitete sie parallel auch in Siegburg, bis 2005 das Buisdorfer Thomashaus geschlossen wurde. Die Erlöserkirche wurde für sie auch zu einem ganz besonderen Ort, da sie dort vor 34 Jahren ihren Mann heiratete.

Siegburg eine „Insel der Glückseligen“

Musikalisch erlebte und gestaltete sie eine große stilistische Vielfalt. Bach, Mozart und zeitgenössische skandinavische Komponisten prägten und prägen ihre Arbeit ebenso wie kubanische oder afrikanische Einflüsse und Gospel. In Siegburg habe sie „auf einer Insel der Glückseligen“ arbeiten können, denn die Pfarrer seien Neuem immer aufgeschlossen gewesen.

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„Von den Kirchentagen sind wir immer vollgepackt mit Noten gekommen, da kannte ich viel Stücke schon, bevor sie in die Notenbücher kamen.“ Am Herzen liegt ihr auch die Arbeit mit dem Chor Cantabilé. „Ein bisschen gehe ich auch mit Wehmut“, sagt die Musikerin, freut sich aber auch auf den Neuanfang , „auch wenn das mit Corona nicht einfach ist“. Einen Streaming-Gottesdienst, der in Ittenbach und Königswinter gefeiert wurde, gestaltete sie am Klavier musikalisch bereits mit.