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Kinderrechte gewürdigtStarker Name für neuen Platz in Siegburg

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An der neuen Treppenanlage am Mühlengraben wurde der Platz der Kinderrechte eingeweiht: Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen des Kinderschutzbunds Siegburg.

An der neuen Treppenanlage am Mühlengraben wurde der Platz der Kinderrechte eingeweiht: Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen des Kinderschutzbunds Siegburg.

Auf Initiative des Kinderschutzbunds Siegburg wurde das Areal an der neuen Treppenanlage am Mühlengraben auf Platz der Kinderrechte getauft.

In Feierlaune zeigte sich der Kinderschutzbund Siegburg: Zum einen beging der Verein 30-jähriges Bestehen, zum anderen freuten sich die Mitglieder, dass auf seine Initiative hin ein neuer, markanter Platz in der Kreisstadt auf „Platz der Kinderrechte“ getauft wurde: an der neuen Treppenanlage neben dem Kreishaus, die hinunter zum Mühlengraben führt. Derzeit wird dort noch an den umgebenden Grünanlagen gearbeitet, später auch Spielgeräte aufgestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass die Idee aufgegriffen wurde“, sagte Vorstandsmitglied Sophia von Martial anlässlich eines anschließenden Empfangs im Rhein-Sieg-Forum. Der Platz könne besondere Aufmerksamkeit auf das Thema lenken. Bürgermeister Stefan Rosemann betonte: „Kinderrechte gehören nicht irgendwo an den Rand. Sie gehören mitten in unsere Stadt, mitten in unsere Gesellschaft und mitten in unseren Alltag.“

UN-Kinderrechtskonvention von 1989

UN-Vertreterinnen und Vertreter hatten 1989 die Kinderrechtskonvention beschlossen, Deutschland ratifizierte 1992. „Die Vertragsstaaten achten die in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte und gewährleisten sie jedem ihrer Hoheitsgewalt unterstehenden Kind ohne jede Diskriminierung unabhängig von der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft, des Vermögens, einer Behinderung, der Geburt oder des sonstigen Status des Kindes, seiner Eltern oder seines Vormunds“, heißt es in Artikel 2.

Von Martial bedauert allerdings, dass die Kinderrechte noch nicht den Weg ins deutsche Grundgesetz gefunden hätten. „Das sollte dringend auf den Weg gebracht werden.“ Einer von vielen Aspekten, die ihr wichtig sind, ist das Recht auf den eigenen Körper: „Dafür sollten Erwachsene besser sensibilisiert werden. Viele Kinder werden immer noch ungefragt angefasst.“ Aus Sicht der Kinder sei die Frage eindeutig geklärt: „Schon Ein- bis Zweijährige verstehen, dass Nein Nein bedeutet.“