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Kommentar zu pro-russischen AutokorsosIn Deutschland darf jeder seine Meinung sagen

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Ein pro-russischer Autokorso fuhr am Sonntag auch durch Troisdorf.

Ja, mir grummelt es auch gewaltig im Bauch, wenn ich Menschen durch unsere Städte fahren sehe, die die Fahnen des Staates schwenken, der die Ukraine angegriffen und so den Tod unzähliger Menschen zu verantworten hat. Dass damit mutmaßliche Kriegsverbrecher öffentlich unterstützt werden, ärgert mich gewaltig. Insofern kann ich verstehen, dass sich „Die Fraktion“ in Troisdorf zu Wort gemeldet hat.

Die Intention, Bürgermeister Alexander Biber – oder wer auch immer – müsse solchen Demonstrationen schon im Vorfeld einen Riegel vorschieben, ist dennoch falsch. In Deutschland darf jeder seine Meinung offen sagen, Corona-Leugner, Impfgegner wie -befürworter und eben auch die Unterstützer des Kriegstreibers Putin. Das ist gut so, auch wenn ärgerlich ist, was da gesagt und bejubelt wird.

Meinungsfreiheit gilt auch für verabscheuungswürdige Inhalte

Dürften Andersdenkende sich bei uns nicht äußern, würde uns wenig von einer Diktatur wie Russland unterscheiden, wo Kritik und Widerspruch schlicht verboten sind und – wenn sie doch stattfinden – zusammengeknüppelt werden.

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Das darf in unserem Land nicht geschehen. Rückgrat beweist, wer Andersdenkende mit ihren Demonstrationen zulässt, auch wenn er deren Inhalt zutiefst verabscheut. Nur so funktioniert Demokratie.