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„Unser Dorf hat Zukunft“Berzbach ist eins von fünf Golddörfern in Rhein-Sieg

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Die Vertreter von Berzbach, die Jury und Sponsoren bei der Preisverleihung. 

Rhein-Sieg-Kreis – Die Bekanntgabe der Platzierungen zum diesjährigen Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist bereits im Juni dieses Jahres geschehen. Nun waren die Vertreter der 16 teilnehmenden Dörfer aus dem Rhein-Sieg-Kreis in den großen Sitzungssaal des Kreishauses eingeladen, um mit dem Landrat Sebastian Schuster als Gastgeber, der zehnköpfigen Bewertungskommission sowie den Sponsoren die Urkunden in Empfang zu nehmen und bei einem Glas Kölsch sowie ein paar Leckereien zu feiern.

Gemeinsam mit Regina Rosenstock, Leiterin des Referats Wirtschaftsförderung und Strategische Kreisentwicklung sowie der Vorsitzenden der Bewertungskommission, Renate Becker-Steinhauer überreichte Schuster die Urkunden und vor allem die Geldbeträge.

Rhein-Sieg-Kreis stellt 15.000 Euro für Preisgelder zur Verfügung

Bei fünf Mal Gold, vier Mal Silber und sieben Mal Bronze ging keines der 16 teilnehmenden Dörfer leer aus. Insgesamt hatte der Rhein-Sieg-Kreis 15.000 Euro für Start- und Preisgelder zur Verfügung gestellt.

Bereits bei der Bereisung wurde den Dörfern ein Startgeld von jeweils 100 Euro überreicht. Zudem gab es noch Sonderpreise in Höhe von insgesamt 6200 Euro dank der Sponsoren Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft (RSVG), der Rhenag sowie der Kreissparkasse Köln.

1300 Euro Preisgeld für Gold

Nach der Inaugenscheinnahme der Dörfer durch die Jury im Mai konnte das Mucher Dörfchen Berzbach mit seinen 75 Einwohnern mal wieder am besten abschneiden. Wegen des ausgeprägten sozialen und kulturellen Lebens, dem insbesondere sehr guten Zusammenspiel zwischen den alten und jungen Akteuren und auch das große Engagement für den Betrieb des Technik- und Bauernmuseums spiegelte Berzbach „eine zukunftsorientierte Dorfgemeinschaft wider“, wie es in der Urteilsbegründung hieß.

Berzbach hatte den Rhein-Sieg-Kreis in diesem Jahr auch am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten und konnte dort die Bronzemedaillen sowie zwei Sonderpreise erringen. Weitere Golddörfer sind Stromberg in Windeck in der Kategorie unter 600 Einwohnern sowie Brenig (Bornheim), Gielsdorf (Alfter) und Happerschoß (Hennef) in der Kategorie über 900 Einwohner.

Wettbewerb soll Zukunftsperspektiven für die Dörfer entwickeln

Die Goldmedaillengewinner erhielten jeweils 1300 Euro. Für Silber gab es noch 800 Euro und Bronze wurde mit 500 Euro belohnt. Sonderpreise aus dem Sponsorenpool in Höhe von 600 Euro erhielten Brenig (Bornheim), Ingersauel (Lohmar) und Niederdrees (Rheinbach). Die übrigen 13 Orte erhielten Sonderpreise zwischen 340 und 400 Euro. Dafür können die Dörfer ganz gezielte Anschaffung und Pläne realisieren. So wird in Ingersauel mit dem Geld demnächst eine 200 bis 300 Jahre alte Scheune restauriert. Allner plant einen Bücherschrank und Helpenstell will das Geld in das Projekt Insektenhotel stecken.

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Der Kreiswettbewerb fand in diesem Jahr zum 23. Mal statt und wird im Drei-Jahres-Turnus durchgeführt. Gesucht werden zukunftsorientierte Ideen für die soziale, wirtschaftliche, kulturelle, bauliche und ökologische Ausrichtung eines Dorfes. Mitmachen können alle Dörfer im Rhein-Sieg-Kreis mit bis maximal 3000 Einwohner. Ziel des Wettbewerbs ist es, zukunftsfähige Dorfstrukturen zu schaffen, die Lebensqualität zu steigern und Zukunftsperspektiven für den ländlichen Raum zu entwickeln.  

Weitere Sieger:

Kleine Ortschaften unter 600 Einwohner: Silber: Ingersauel (Lohmar), Niederdrees (Rheinbach). Bronze: Bövingen (Much), Helpenstell (Windeck), Oberlückerath, Oeleroth (beide Ruppichteroth), Schöneshof (Neunkirchen-Seelscheid).

Große Ortschaften über 900 Einwohner: Silber: Allner (Hennef), Leuscheid (Windeck), Bronze: Uedorf, Widdig (beide Bornheim).