Rhein-Sieg-Kreis – „Wir wollen nicht schwänzen.“ Ricardo Yábar Gonzáles ist einer von fünfen, die an Rhein und Sieg unter dem Hashtag „#WirWerdenLaut“ den offenen Brief zur Coronapolitik unterzeichnet haben.
„Der Druck kommt von überall, in Nordrhein-Westfahlen und darüber hinaus“, berichtet er. Dass es nicht etwa um mehr Freistunden geht, zeigt ein Blick in das Schreiben an Politikerinnen und Politiker. Dort wird statt der Präsenzpflicht eine Bildungspflicht gefordert. Die, so erklärt Yábar Gonzáles, lasse sich durchaus mit Online-Unterricht erfüllen.
Zu der Initiative „#WirWerdenLaut – Schulen in der fünften Welle“ auf change.org haben sich neben Yábar Gonzáles auch Max Schmiede und Tom Kümpel, beide Schulsprecher der Gesamtschule Meiersheide in Hennef, Leonie Schäl, Schulsprecherin der Gesamtschule Siegburg und eine der stellvertretenden Bezirkssprecherinnen Rhein-Sieg/Bonn, sowie Marco Betzelt vom Siebengebirgsgymnasium in Bad Honnef bekannt.

Ricardo Yábar Gonzáles gehört zum Vorstand der Bezirksschüler- und schülerinnenvertretung Rhein-Sieg.
Copyright: Ricardo Yábar Gonzáles
Seit die Petition im Internet veröffentlicht wurde, ist die Resonanz groß. Am Montagabend hatten sich weit mehr als 120.000 Unterstützer angeschlossen.
Ricardo Yábar Gonzáles – auch er besucht die Gesamtschule Meiersheide – gehört zum Vorstand der Vertretung der Schülerinnen und Schüler im Bezirk Bonn-Rhein-Sieg, die seit zwei Jahren die Interessen der Lernenden gemeinsam in der Region vertritt. Das Gremium habe sich schon deshalb intensiv mit dem Brief befasst, weil Laura Körner aus Bonn auf Landesebene an der Entstehung beteiligt gewesen sei.
Einzelne Formulierungen seien also im Bezirksvorstand schon vor der Veröffentlichung bekannt gewesen, berichtet der Hennefer. Durch den ständigen Austausch der Schülersprecher untereinander seien die Probleme in den Schulen vor Ort in den Text mit eingeflossen.
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Für viele Schüler sei es unverantwortlich, dass sie der Präsenzpflicht nachkämen und damit womöglich die Großmutter zu Hause gefährdeten, berichtet Yábar Gonzáles. Von der Politik erwartet er, dass sie sich mit dem Schreiben mindestens vertraut macht. „Mir fallen keine Gründe ein, die dagegen sprechen, die Forderungen auch zu erfüllen“, sagt er. Die Politik müsse mindestens erklären, „warum sie es nicht machen können“.
Der Hennefer Schüler geht im übrigen davon aus, dass den Menschen im Lande der Einsatz der Schüler im Gedächtnis bleiben werde. „Das ist doch eine gute Gelegenheit, dass Politik auf die Bedürfnisse der Schüler guckt.“


