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RheinspangeGutachter sehen bei Godorf großes Gefahrenpotenzial

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Rheinspange

Der Rhein bei Wesseling, links der Godorfer Hafen – hier soll der Fluss gequert werden.

Köln/Bonn – Eine nördliche Variante der geplanten Verbindungsautobahn zwischen der A 555 und der A 59 , kurz Rheinspange, durch das Industriegebiet bei Godorf wird nach Ansicht von Experten immer unwahrscheinlicher. Ein am Donnerstag beim jüngsten Projekt-Dialogforum vorgestelltes Gutachten zur sogenannten Seveso III-Richtlinie bescheinigt dieser Brückentrasse wegen der Nähe zu chemischen Unternehmen wie Basell und Evonik erhebliche Sicherheitsrisiken.

Auf einer fiktiven Skala von 0 (kein Konflikt) bis 10 (extremer Konflikt) schneidet die Variante V4b mit 8 am schlechtesten ab, erläuterten die Gutachter. Zugleich sehen sie keine Möglichkeit, das Gefahrenpotenzial – mögliche Brände, Explosionen, Freisetzungen von Stoffen – dort zu minimieren. Die Variante bei Godorf hatte zuvor schon im Vergleich von 17 möglichen Trassen was verkehrliche Wirkung, Wirtschaftlichkeit und Auswirkung auf die Umwelt angeht, am schlechtesten abgeschnitten.

Große Risiken sehen die Gutachter aber auch bei der in diesem Ranking am besten platzierten Variante V6aB, die etwa an der Anschlussstelle Wesseling der A 555 beginnt, den Rhein mit einer Brücke überquert und bei den Spicher Seen auf die A 59 treffen würde. Mit überschaubaren Maßnahmen im Betriebsbereich der Shell-Raffinerie, aber sinke das Risiko von 8 auf 5 bis 6.

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Damit ergibt sich eine eindeutige Tendenz zugunsten der weiter südlich und damit in größerer Entfernung von relevanten Betriebsbereichen verlaufenden Varianten (V6aT, 7T und 8B) südlich von Niederkassel. Im Sommer will die Autobahn GmbH sich auf eine Vorzugsvariante für die Rheinspange festlegen.

rheinspange.nrw.de