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StraßenfestBürger können neues Opladen auf Tischdecken entwerfen

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Leverkusen – Wie soll Opladen künftig aussehen? Was fehlt in der Fußgängerzone? Wie soll die Mehrzweckhalle der Schule Im Hedrichsfeld künftig genutzt werden? An langen Bierbänken können Besucher des Straßenfestes in der Bahnhofstraße am 21. Mai Platz nehmen und über diese Fragen diskutieren. Ihre Antworten dürfen Sie dann direkt auf die Tischdecke vor ihnen schreiben. „Am Ende des Festes haben wir dann hoffentlich viele bunte Tischdecken mit vielen guten Ideen darauf“, sagt Stadtplanerin Ursula Mölders.

Bundesweit wird am 21. Mai der Tag der Städtebauförderung gefeiert. Opladen will diesen Samstag nutzen, um die Umgestaltung der Fußgängerzone im Rahmen des aktuellen Stadtteilentwicklungskonzeptes voranzutreiben. Bewusst habe man hierfür die bislang triste Bahnhofstraße gewählt. „Das ist das Verbindungsstück zwischen der Fußgängerzone und der Neuen Bahnstadt. Das attraktiv zu gestalten wird die schwerste Arbeit sein, die für Opladen ansteht“, sagt Bezirksvorsteher Rainer Schiefer. „Wir möchten die Bahnhofstraße beleben, schön dekorieren und damit ein gutes Gefühl für die Innenstadt schaffen“, erklärt Petra Cremer, Fachbereichsleiterin Stadtplanung.

Die Bahnhofstraße einmal anders erleben – das soll die Fantasie dafür anregen, wie es in Zukunft einmal sein könnte. Unerlässlich dafür ist ein attraktiveres Einzelhandelsangebot, sagt Cremer. „Aber in einem ersten Schritt müssen wir den öffentlichen Raum so umgestalten, dass er für private Investoren attraktiv wird.“ Gezielt wurden dafür auch lokale Immobilienbesitzer und Gewerbetreibende zu dem Fest eingeladen.

Vier Planungsbüros haben Entwürfe für die Umgestaltung der Fußgängerzone erstellt, diese werden zum Straßenfest in einem Planungszelt auf dem Parkplatz des Bunkers allen Interessierten vorgestellt. „Alle Planer werden anwesend sein und sind bereit, Vorschläge aufzugreifen, noch können Sie in die Entwürfe eingearbeitet werden“, ermunter Mölders die Bevölkerung zur Mitgestaltung.

Politische Parteien wurden dagegen gebeten, von eigenen Aktionen oder Infoständen abzusehen. „Im Mittelpunkt stehen die Planungsideen der beauftragten Planungsbüros sowie (...) des Stadtentwicklungskonzeptes Opladen“, heißt es in der Begründung der Stadtverwaltung. Die FDP reagierte darauf mit Unverständnis: „Wir halten es für sinnvoll, politischen Gruppierungen die Möglichkeit zu geben, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und deren Wünsche und Bedürfnisse unmittelbar zu erfahren“, beschwerte sich Ratsherr Friedrich Busch. Die Parteien seien natürlich herzlich eingeladen, das Straßenfest zu besuchen, entgegnet die Stadtverwaltung.

Auf eine angestrebte Besucherzahl wollen die Organisatoren sich nicht festlegen, viel mehr hoffen sie auf einen guten Austausch unter den Opladenern. „Wenn alle 25 Bierbänke immer gut gefüllt wären und dazu noch reichlich Kinder auf der Straße spielen, wäre das eine gute Sache“, sagt Mölders.

Ergänzend zu den Aktionen in der Bahnhofstraße (siehe „Das Programm“) werden auch von einigen Geschäften in den Seitenstraßen allerlei Angebote präsentiert. „Wir treffen uns alle in der Bahnhofstraße, aber es geht um die Gestaltung der gesamten Innenstadt“, sagt Petra Cremer. Und ihr Kollege Stefan Karl von der Stadtplanung ergänzt: „Das ist ja das Besondere an Opladen, der historisch gewachsene Zusammenhalt.“

Das Programm