Abo

Bayer 04 LeverkusenDie Nummer 30 soll helfen

3 min
IIbrahim Maza bei seinem letzten Einsatz in der Champions League gegen FC Villarreal.

Ibrahim Maza bei seinem letzten Einsatz in der Champions League gegen FC Villarreal. 

Bayer o4 Leverkusen sucht weiter nach seiner Leichtigkeit. Ein Rückkehrer soll dabei helfen.

Ibrahim Maza war bereit. Als es galt, Bayer Leverkusen aus der Krise zu führen, fand der 20-Jährige die Lücke für Lucas Vazquez und leitete den wichtigen Heimsieg gegen Bremen ein. Das 1:0 ist jetzt drei Wochen her und die Werkself feierte in der Zwischenzeit drei weitere Pflichtspielsiege. Doch dominant und torgefährlich trat sie dabei nicht auf. Also wurde nach dem jüngsten Unentschieden in Mönchengladbach erneut der Notstand ausgerufen.

Schließlich droht der Champions League-Teilnehmer sein Saisonziel „Platz vier oder besser“ zu verpassen. Weniger die Ergebnisse als die dürftigen Leistungen bereiten den Rheinländern aktuell Kopfzerbrechen. „Wir wissen, dass wir besser spielen können und sind sehr ambitiös“, stellte Kasper Hjulmand vor dem 22. Bundesliga-Spieltag klar.

Im Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hat der Trainer erstens die Hoffnung, dass seine strukturellen und mentalen Korrekturen aus der Trainingswoche fruchten. Zweitens freut sich der Däne über die Rückkehr von Unterschiedsspieler Maza. Dieser hatte sich Ende letzten Monats beim 3:0 gegen Villarreal am Knie verletzt und verpasste die Bundesliga-Partien in Frankfurt (3:1) und Gladbach (1:1) sowie das DFB-Pokalviertelfinale gegen St. Pauli (3:0). Nun sind die Leverkusener guter Dinge, weil der technisch und zweikampfstarke Kreativspieler seit Wochenbeginn zurück ist.

Maza kam im Sommer von Hertha BSC

„Ich versuche das immer kaum wahrzunehmen und auszublenden“, sagte der algerische A-Nationalspieler mit Berliner Wurzeln über die ihm zugesprochene Verantwortung und ergänzte: „Ich versuche einfach mein Bestes zu geben und wenn ich das tue, kann ich der Mannschaft helfen.“ Mit Toren, Assists, gewonnenen Zweikämpfen, beim Pressing oder mit intensiven Läufen – der genesene Sommerzugang von Hertha BSC möchte wieder Einfluss nehmen.

Auch sein Trainer unterstreicht: „Ibo kann von Anfang an spielen, vielleicht nicht 90 Minuten, aber er wird spielen. Natürlich ist er wichtig für uns.“ Bayer hatte in den vergangenen Wochen sowohl gegen tiefstehende als auch gegen hoch pressende Gegner kaum Lösungen gefunden. Die Nummer 30 soll Abhilfe schaffen. „Er hat sehr viele Fortschritte gemacht. Wenn der Gegner ins Eins-gegen-Eins geht, kann er mit schnellen Drehungen nach der Ballannahme im Spiel bleiben“, hob Hjulmand die Pressing-Resistenz von Maza hervor.

Er ist ein eigenen Spieler, ich bin ein eigenen Spieler und jeder geht seinen Weg.
Ibo Maza, Bayer-Profi über den Vergleich mit Florian Wirtz

Dass der ehemalige Zweitligaspieler, der auch beim Afrika-Cup für Viertelfinalist Algerien glänzte, schon mit Florian Wirtz verglichen wird, ficht ihn kaum an. „Er ist ein eigener Spieler, ich bin ein eigener Spieler und jeder geht seinen eigenen Weg“, merkte der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler an und ergänzte: „Wir alle wissen, was Flo für ein Spieler ist, was er für den Verein geleistet hat, da muss ich noch sehr viel machen, um in die Nähe zu kommen.“

Den Anfang hat Maza mit zwei Bundesliga-Toren und genauso vielen Assists gemacht. Weiter soll es für den sprint- und abschlussstarken Offensivakteur am Samstag gehen. „Das Spiel gegen St. Pauli ist sehr wichtig“, nahm er das zweite Duell gegen die Hamburger binnen elf Tagen ins Visier. Nachdem die Leverkusener zwei Punkte gegen Gladbach hatten liegenlassen, sollen in der ausverkauften BayArena nun drei Zähler her.

Ganz gleich, ob der Vorletzte jüngst mit 2:1 gegen Stuttgart gewann oder nicht. Für Bayer 04 stellt der Samstag den Auftakt eines Mammutprogramms mit bis zu elf Spielen binnen fünf Wochen dar. Die Trendwende sollte also eingeläutet und das Niveau nachhaltig gesteigert werden. Mit Ibrahim Maza als Vorlagengeber wie gegen Bremen oder sogar als Torschütze.


Voraussichtliche Aufstellungen:

Bayer Leverkusen: Blaswich; Quansah, Andrich, Tapsoba; Vazquez, Palacios, Garcia, Grimaldo, Maza, Terrier; Kofane. – St. Pauli: Vasilj; Dzwigala, Ando, Mets; Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka, Sinani, Rasmussen; Kaars. – SR.: Jablonski (Bremen).