Robert Andrich plant Gespräche mit Bundestrainer Nagelsmann über seine Chancen. Vor dem Topspiel gegen Stuttgart spricht er über Teamkonstellation und die intensive Phase nach der Winterpause.
Robert Andrich will zur WM„Gespräch mit Nagelsmann wird kommen“

Leverkusens Robert Andrich
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Robert Andrich hat Großes vor im neuen Jahr. Nachdem der Kapitän von Fußball-Bundesligist Bayer 04 Leverkusen vom defensiven Mittelfeldspieler zum Abwehrchef aufgestiegen ist, hofft er mit Blick auf die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft. Für die beiden entscheidenden Qualifikationsspiele im November war Andrich von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht berücksichtigt worden. Am Rande des Trainingsauftaktes nach der Winterpause sprach der 31-Jährige in einer Medienrunde über...
...seine guten Vorsätze für das neue Jahr: „Da bin ich nicht so der Typ für. Meine Vorsätze sind meistens schon nach zwei Wochen wieder flöten gegangen. Aber mein Ziel Nummer eins ist ganz klar – und da mache ich auch kein Geheimnis draus: Ich möchte bei der WM dabei sein. Unabhängig davon steht Bayer Leverkusen an erster Stelle. Wir wollen die Saison erfolgreich abschließen.“
...seinen Kontakt zu Bundestrainer Julian Nagelsmann: „Wir haben nicht groß miteinander gesprochen. Es gab aber Weihnachts- und Neujahrsgrüße, was immer ganz schön ist. Es wird demnächst mit Sicherheit ein Gespräch geben, um einfach mal zu hören, wie er meine Situation sieht. Ich glaube schon, dass ich in einem Alter bin, wo es nichts Unnormales ist, den Coach nach meiner Rolle zu fragen.“
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...seine Möglichkeiten im DFB-Team als Allrounder: „Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass es kein Nachteil ist, wenn man verschiedene Positionen spielen kann. Aber inwiefern das der Bundestrainer dann haben möchte, darauf habe ich leider keinen Einfluss. Ich denke, er weiß, was er an mir hat und was ich spielen kann. Von daher werden es Nuancen sein, die dafür oder dagegen sprechen.“
...die kurze Winterpause in der Bundesliga: „Ich glaube, dass wir alle auf individuelle Art und Weise den Kopf ein bisschen freibekommen haben. Den Körper wirst du in so kurzer Zeit nie richtig auf Null bekommen. Dafür gab es zu wenig Pause. Ich glaube, dass der Kopf immer wichtiger wird. Mal wieder nach Hause zu können, war gerade für unsere Spieler, die weiter weg von ihrer Heimat sind, wichtig.“
...die Kadersituation der Werkself nach dem Jahreswechsel: „Es ist sehr wichtig, dass wir immer mehr Langzeitverletzte zurückbekommen und dass auch die Jungs vom Afrika Cup früher oder später wieder da sind. In gewissen Phasen haben wir schon gemerkt, dass sechs, sieben Spieler, die viel gespielt hatten, ab der 65. Minute abgefallen sind. Das ist völlig menschlich. Ich glaube, dass es heutzutage in einer Mannschaft nicht mehr 13 Spieler gibt, die eine ganze Saison 90 Minuten lang durchspielen. Wir haben einen guten, breiten Kader und jeder wird auf seine Einsatzzeiten kommen.“
...die Englische Woche zum Start aus der Winterpause: „Es ist wichtig, dass wir schnell wieder in den Rhythmus kommen. Wir haben es in der Mannschaft angesprochen, dass es Schlag auf Schlag geht und direkt eine Phase kommt, in der uns nichts geschenkt wird. Im DFB-Pokal-Viertelfinale (3. Februar gegen den FC St. Pauli; Anm. d. Red.) haben wir schnell ein K.o.-Spiel und auch in der Champions League wollen wir dabei bleiben. Wir müssen von Anfang an direkt da sein.“
...das Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen Stuttgart: „Spiele gegen den VfB haben sich zur einer Art Derby entwickelt, es ist eine echte Rivalität. Das liegt daran, dass beide Clubs sehr gute Arbeit machen und sich gegenseitig nicht wirklich etwas geben wollen. Ich glaube, dass es wieder ein interessantes Spiel wird.“
