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13. Sieg in FolgeKölner Haie stellen clubeigenen Rekord ein

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Haie-Torjäger Patrick Russell traf auch in Bremerhaven.

Die Kölner Haie ziehen an der Tabellenspitze der DEL weiter einsam ihre Kreise. Nach dem 4:2 in Bremerhaven bietet sich dem KEC am Sonntag daheim gegen Iserlohn eine historische Chance.

Die Kölner Haie bleiben das Maß aller Dinge in der Deutschen Eishockey Liga. Mit dem 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)-Erfolg bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven egalisierten sie ihren vereinseigenen Rekord von 13 Siegen in Folge. So gut wie das Team von Trainer Kari Jalonen derzeit unterwegs ist, war der KEC zuletzt in den Spielzeiten 1995/96 und 2005/06. „Es macht extrem viel Spaß, weil wir immer einen Weg finden, die Spiele zu gewinnen“, freute sich Stürmer Maximilian Kammerer.

Im Topspiel des 40. Spieltags konnte der KEC in der Abwehr wieder auf Kapitän Moritz Müller zurückgreifen. Auch Parker Tuomie war genesen und kehrte pünktlich zum Duell gegen seinen Jugendverein zurück, für den der deutsche Nationalstürmer in der kommenden Saison wieder auf Torejagd gehen soll. Wie schon beim 3:0-Sieg gegen Bremerhaven am zweiten Weihnachtsfeiertag fehlte den Kölnern der angeschlagene Nate Schnarr. Ansonsten gab es in personeller Hinsicht keinen Grund, warum der Tabellenführer nicht auch das vierte Duell mit den formstarken Norddeutschen gewinnen sollte.

Es macht extrem viel Spaß, weil wir immer einen Weg finden, die Spiele zu gewinnen.
Maximilian Kammerer, Haie-Torjäger

Fünf Tage nach dem 3:1-Sieg in Augsburg drohte den Gästen aber erstmal ein Rückstand. In zwei Unterzahl-Situationen konnten sie sich jedoch auf Janne Juvonen verlassen. Der Top-Goalie war aus der Ferne genauso wenig zu bezwingen wie aus kurzer Distanz. Typisch für den fast unglaublichen Haie-Lauf nutzten die Kölner dann ihr erstes Powerplay zur Führung. Valtteri Kemiläinens Schuss ließ Leon Hungerecker abprallen und Tanner Kero überwand den gegnerischen Torwart im Slot zum 1:0 (16.). Die Gäste hätten ihre Führung noch vor der ersten Drittelpause beinahe ausgebaut. Juhani Tyrväinen und Patrick Russell scheiterten aber mit einer Doppelchance (20.).

Nach dem Seitenwechsel hielt die Kölner Defensive die gegnerische Topreihe um Ziga Jeglic, Jan Urbas und Miha Verlic weiter in Schach. Und wenn mal ein Versuch durchkam, schnappte Juvonen in verlässlicher Manier zu. Nach der Hälfte der Spielzeit hatte der Finne schon 22 gegnerische Schüsse entschärft. Auch deshalb konnte einer seiner Landsmänner auf 2:0 stellen. Oliwer Kaski zog von der blauen Linie ab und sah die Scheibe rechts oben einschlagen (32.).

Kölner Haie: Torjäger Patrick Russell sorgt für die Entscheidung

Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Brady Austin dem Tabellensechsten beinahe schon den Stecker gezogen, er traf aber nur die Latte (34.). So kam nochmal Spannung auf, weil Colt Conrad einen Schuss von Phillip Bruggisser entscheidend zum 1:2-Anschlusstreffer abfälschte. Der gegnerische Anschluss fiel 19 Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels in doppelter Unterzahl.

Mit diesem Dämpfer ging der Primus im finalen Abschnitt aber gut um, wanderte nicht mehr in die Eisbox und kam durch Kammerer zum 3:1 (47.). Auch wenn Alexander Friesen nur 66 Sekunden später erneut verkürzte, geriet der achte Kölner Auswärtssieg in Folge nicht mehr in Gefahr. Russell verwertete eine Vorlage von Gregor MacLeod zum 4:2-Endstand (50.). Im Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr, Magenta Sport) gegen die Iserlohn Roosters bietet sich den Haien nun eine historische Chance. Gelingt ihnen der 14. Sieg in Folge, würden sie einen neuen clubeigenen Rekord aufstellen.

Kölner Haie: Juvonen; Kaski, Austin; Kemiläinen, Sennhenn; Vittasmäki, Müller; Russell, MacLeod, Kero; Bokk, Aubry, Storm; Niedenz, Tyrväinen, Kammerer; Van Calster, MacInnis, Tuomie; Glötzl. – SR.: Schrader/Hunnius. – Zuschauer: 4647. – Tore: 0:1 Kero (15:52/Kemiläinen, MacLeod/PP1), 0:2 Kaski (31:05/Tyrväinen, Niedenz), 1:2 Conrad (39:41/PP2), 1:3 Kammerer (46:02/Tyrväinen, Kaski), 2:3 Friesen (47:08), 2:4 Russell (49:02/MacLeod). – Strafminuten: Bremerhaven 8, Köln 12.