Großer Frust am Veilchen-DienstagKölner Haie verlieren bei Heimspiel gegen Iserlohn

Lesezeit 4 Minuten
45. Spieltag, Lanxess-Arena, Kölner Haie - Iserlohn Roosters.

Torjubel nach dem 3:2 durch Jason Bast für die Kölner Haie.

Großen Frust am Veilchen-Dienstag erlebten die Kölner Haie im Heimspiel gegen die Iserlohn Roosters.

Nach der 4:5 (2:0,1:2,1:3)-Niederlage gegen den Abstiegskandidaten aus dem Sauerland kritisierte Uwe Krupp die „individuellen Fehler“ seiner erfahrenen Spieler. „Das kann immer passieren, darf es aber nicht im falschen Moment“, ärgerte sich der Coach nach dem bitteren Rückschlag im Playoff-Rennen der Deutschen Eishockey Liga. „Iserlohn hat das ausgenutzt und verdient gewonnen“, fuhr der KEC-Trainer noch fort, ehe er das Interview bei Magenta Sport entnervt abbrach.

Dass es für sein Team schon in der Anfangsphase nicht rund lief, verwunderte ob der neuntägigen Pause und einigen Wechsel in ihrer Formation kaum. So hatte sich Coach Krupp, nach deren Länderspielreise, gegen die Einsätze von Tim Wohlgemuth und Jan Luca Sennhenn, entschieden. Zudem fehlten die verletzten Maxi Glötzl und Andreas Thuresson. Für letztgenannten Stürmer sucht der KEC noch bis zum Ende der Transferperiode, am Donnerstag, Ersatz. Dafür konnten die Hausherren vor 15.842 Zuschauern in der heimischen Arena wieder auf die Verteidiger Andrej Sustr, nach längerer Verletzung, und den zuletzt gesperrten Patrick Sieloff bauen. Auch Tobias Ancicka war in der Slowakei beim deutschen Perspektiv-Nationalteam dabei und rückte für Mirko Pantkowski auf die Bank. Dieser hatte sein letztes Spiel als Goalie am 7. Januar beim 4:5 in Ingolstadt gemacht und konnte sich in der Anfangsphase mehrfach gegen Eric Cornel und Tyler Boland auszeichnen.

Ohne Gegentor in den ersten sechseinhalb Minuten konnten die Haie ihre erste Chance nutzen: Maximilian Kammerer zog rechts los und fand im linken Rückraum Stanis-lav Dietz. Der Verteidiger fackelte nicht lange und traf rechts oben zum 1:0 (7.). Nun schien das Heimteam im kleinen NRW-Derby angekommen und legte etwas glücklich nach: Frederik Storm zog links direkt ab, Louis Marc Aubry hielt den Schläger in den Schuss und auch der Ex-Kölner Colin Ugbekile war noch an der Scheibe. Dass diese zum 2:0 über Andreas Jenikes Schulter sprang, spielte den Haien in die Karten und schockte Iserlohn (10.). Zumindest für den weiteren Verlauf des ersten Drittels. Im Mittelabschnitt waren gerade 18 Sekunden gespielt, als Eric Cornel rechts zu viel Platz hatte und präzise im linken Eck zum 1:2 einnetzte (21.).

Nach diesem katastrophalen Start kamen Gedanken an das vorausgegangene 1:4 der Kölner in Schwenningen, mit drei Gegentreffern in diesem Abschnitt, auf. Ganz so dicke kam es nicht, allerdings konnten die Hausherren das Mo-mentum nicht mehr zurück auf ihre Seite bringen. Vor allem Goalie Pantkowski machte in der Folge eine unglückliche Figur: In Unterzahl rutschte ihm Ugbekiles nicht abgefälschter Schuss durch den Schoner zum 2:2 (37.).

Erst nach dem gegnerischen Ausgleich fanden die Haie neue Energie und Jason Bast traf aus dem Hand-gelenk links oben zum 3:2 (40.). Sieben Sekunden vor der letzten Drittelpause hatte der Kanadier sein Team eigentlich wieder auf die Siegerstraße gebracht. Eigentlich: Als Pantkowski eine Strafe wegen Schwalbe kassiert hatte (die Aubry absaß) wirkte der Goalie indisponiert. Erst fand er die wehrte Scheibe nicht und musste nach Maciej Rutkowski Schuss zum 3:3 hinter sich greifen. In der gleichen Minute überwand Boland den KEC-Keeper im Konter erneut zum 3:4 (50.). Pfiffe erntete die Gastgeber dann für den nächsten, einfachen Scheibenverlust und das nächste Gegentor nach individuellen Fehlern. Michael Dal Colle traf zum 3:5 und die ersten Fans verließen die Deutzer Arena (53.). 52 Sekunden vor Schluss bugsierte Aubry den Puck zwar noch zum 4:5 in die Maschen, dennoch war klar, dass die Haie wertvolle Punkte im Playoff-Rennen einbüßen.


Kölner Haie: Pantkowski; Sieloff, Müller; Bailen, Austin; Sustr, Dietz; Storm, Aubry, Kammerer; Grenier, MacLeod, Schütz; Bast, McInty-re, Olver; Hänelt, Proft, Lindner; Van Calster.

SR.: Schrader/Schukies. Zuschauer: 15 842. Tore: 1:0 Dietz (6:30/Kammerer, Storm), 2:0 Aubry (9:44/Storm, Kammerer), 2:1 Cornel (20:18), 2:2 Ugbekile (36:28/PP1), 3:2 Bast (39:53/Olver, McIntyre), 3:3 Rutkowski (49:06), 3:4 Boland (49:59), 3:5 Dal Colle (52:14), 4:5 Aubry (59:08/.

Strafminuten: Köln 8, Iserlohn 8.

Nachtmodus
Rundschau abonnieren