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Kölner HaieGogulla fliegt aus dem Kader, Wesslau feiert Comeback

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Philip Gogulla

Philipp Gogulla (rechts)

Köln – Peter Draisaitl nimmt keine Rücksicht auf Namen. Der neue Trainer der Kölner Haie greift nach den beiden Heimniederlagen gegen Schwenningen (4:5 nach Penaltyschießen) und Nürnberg (2:3) durch und verändert für das Auswärtsspiel am Freitag bei den Eisbären Berlin seine Aufstellung grundlegend. Aufhorchen lässt vor allem, dass Draisaitl den eigentlich immer gesetzten Ex-Nationalspieler Philip Gogulla für die Partie bei dem vom ehemaligen KEC-Coach Uwe Krupp betreuten Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga aus dem Kader genommen hat.

„Ich war nicht ganz einverstanden mit seinem Auftreten und habe eine klare Vorstellung davon, wie er funktionieren muss. Ohne Zweifel ist Philip einer der talentiertesten Spieler der Eishockey Liga, aber es macht nur Sinn, wenn er hier bei uns auch jeden Tage der beste Spieler ist“, erklärte Draisaitl die überraschende aber auch nachvollziehbare Maßnahme. Eine Maßnahme, von der er sich eine nachhaltige Reaktion beim Spieler und bei der ganzen Mannschaft erhofft.

Rochade in den Sturmreihen

Mit der Herausnahme von Gogulla hat der KEC-Trainer auch eine Rochade in seinen Sturmreihen in Gang gesetzt. Nationalspieler Felix Schütz läuft erstmals in dieser Saison als Flügelspieler in einer Reihe mit Ben Hanowski und Center Blair Jones auf. In der zweiten Reihe erhält Nick Latta neben Ryan Jones und Justin Shugg eine Chance als Mittelstürmer. Der junge Deutsche hatte zuletzt gegen Schwenningen und Nürnberg noch auf der Tribüne gesessen.

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Gustaf Wesslau.

Eine weitere gravierende Änderung gibt es im Tor der Haie. Gustaf Wesslau feiert in Berlin sein Comeback. Der Schwede hatte sich am 6. Oktober beim 3:5 in Krefeld am Knie verletzt und war danach zuerst von Daniar Dshunussow und danach vom nachverpflichteten Kanadier Justin Peters vertreten worden. Draisaitl nimmt alle drei Torhüter mit in die Hauptstadt.

In der Verteidigung fehlt Shawn Lalonde, der mit Team Kanada ein Testturnier in Moskau spielt und erst am Sonntag im Heimspiel gegen Augsburg (16.30 Uhr, Lanxess Arena) wieder zur Verfügung steht. Dominik Tiffels rückt dafür in den KEC-Kader und spielt neben Moritz Müller. Lalondes Partner Frederik Eriksson läuft neben Kapitän Christian Ehrhoff auf.