Die Kölner Haie sind mit einem 7:2-Heimsieg gegen Dresden optimal aus der Olympiapause gestartet und haben auch beim Personal Erfolge verzeichnet.
Kölner HaieNutivaara kommt, Juvonen bleibt

Janne Juvonen hütet wohl auch in der nächsten Saison das Tor der Kölner Haie.
Copyright: IMAGO/Eibner
„Intelligent und smart“ nannte Kari Jalonen den ersten Auftritt seiner Mannschaft nach der Olympia-Pause. Beim 7:2-Heimsieg gegen die Dresdner Eislöwen zeigten die Kölner Haie vieles von dem, was sie schon vor der 28-tägigen Auszeit so stark gemacht hatte. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch mit klugen Entscheidungen abseits davon.
Strategisch gut ging der DEL-Tabellenführer etwa mit dem Ausfall von Maximilian Kammerer um. Auch wenn der am Oberkörper verletzte Angreifer individuell zurück auf dem Trainings-Eis ist, schonte der KEC den 32-Punkte-Mann gegen den Absteiger aus der sächsischen Hauptstadt. In der zweiten Sturmreihe wechselte dafür Louis-Marc Aubry von der Center- auf die linke Außenposition.
So wie alle Haie-Profis einige Minuten brauchten, um ihre Körper wieder an den Wettkampf zu gewöhnen, dauerte es auch, bis Aubry zusammen mit Dominik Bokk und Nate Schnarr ins Rollen kam. „Es ist nicht leicht, nach einer Pause zurückzukommen“, hielt ihr Chefcoach Jalonen fest und ergänzte: „Da stehen erstmal Fragezeichen hinter dem richtigen Einsatz in Zweikämpfen, beim Skaten und auch in der Teamstruktur. Ich finde die Jungs haben einen wirklich guten Job gemacht.“
Intelligent und smart
In der ausverkauften Lanxess-Arena brachten Tanner Kero (9.) und Ryan MacInnis mit einem Unterzahltor (18.) ihr Team auf die Siegerstraße. Nach dem ersten Seitenwechsel sorgten nochmal Kero (24.), Schnarr an seinem 27. Geburtstag (25.), Aubry (36.), Patrick Russell (39.) und erneut Schnarr (40.) für klare Verhältnisse. Die Freude über die sieben Kölner Tore wurde durch die Gegentore von Ricardo Hendreschke (33.) und Trevor Parkes (41.) nicht sonderlich getrübt.
Am meisten dürfte sich Janne Juvonen über seinen verpassten fünften Shutout geärgert haben. Der finnische Schlussmann parierte 24 von 26 Schüssen und kam damit auf eine Fangquote von starken 92,31 Prozent. Nach Informationen aus dem Umfeld des Klubs soll zudem zeitnah Klarheit über die Zukunft des 31-jährigen Herbstzugangs herrschen – eine Vertragsverlängerung steht offenbar bevor.
Ebenfalls „intelligent und smart“ hat der KEC seine letzte Kontingent-Lizenz vergeben. Der finnische Verteidiger Markus Nutivaara skommt mit der Erfahrung von 292 NHL-Spielen nach Deutz. Dort wird er den defensiven Teil des Kaders in der Breite und der Spitze verstärken. Zuletzt spielte der 31-Jährige in seinem Heimatland für Kärpät Oulu. Die vorherige, vierjährige Pause erklärt sich mit einer chronischen Hüftverletzung, die erst durch das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks behoben werden konnte.
Nächstes Heimspiel am Freitag gegen Ingolstadt
Dass Nutivaara gegen Ende der Hauptrunde und vor allem in den Playoffs eine echte Verstärkung für die Haie sein könnte, darauf lassen die 35 Spiele schließen, die er in dieser Saison für Oulu bestritten hat. Dabei erzielte er 16 Punkte und seine Plus/Minus-Bilanz liegt bei -10.
Beim torreichen Wiedereinstieg am Mittwoch hatte Valtteri Kemiläinen krankheitsbedingt gefehlt. Deswegen rückte der 23-jährige Stan Fischer an die Abwehr-Seite von Veli-Matti Vittasmäki und bereitete das zwischenzeitliche 4:0 durch Nate Schnarr vor.
Wenn es am Freitag (19.30 Uhr/Magenta Sport) in der erneut mit 18.600 Zuschauer ausverkauften Lanxess-Arena gegen den ERC Ingolstadt geht, könnte Kemiläinen wieder ins Aufgebot rücken. Durch das 7:2 gegen Dresden und das zeitgleiche 3:4 von Adler Mannheim gegen Augsburg baute das Jalonen-Team seinen Vorsprung an der Tabellenspitze auf 14 Zähler aus. Im Rahmen des 46. Spieltags trifft es nun auf die fünftplatzierten Ingolstädter. Diese hatten die Hauptrunde in der Vorsaison gewonnen, das gleiche Ziel verfolgen die Kölner nun in 2025/26.
