Der ältere Bruder von FC-Jungstar Said El Mala trifft gegen die BVB-Reserve und erhält Lob vom gegnerischen Trainer.
1. FC KölnMalek El Mala beeindruckt Borussia Dortmund

FC-Angreifer Malek El Mala im Duell mit dem Dortmunder Verteidiger Elias Benkara
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Er stand beim Gastspiel in Dortmund besonders im Fokus – und lieferte beeindruckend ab: Malek El Mala hatte den U-21-Fußballern des 1. FC Köln am Freitagabend mit einer starken Einzelleistung zum 1:1-Ausgleich den Punktgewinn bei der U23 von Borussia Dortmund gesichert.
Ausgerechnet El Mala, dessen Bruder Said beim BVB seit Wochen ganz oben auf dem Wunschzettel steht. Das wiederum könnte bei einem möglichen Transfer auch Auswirkungen auf Malek El Mala haben, der seinem Bruder unter Umständen nach Westfalen folgen könnte. Malek El Mala würde dann in jener U-23-Mannschaft des BVB spielen, gegen die er am Freitagabend traf.
Der Stürmer zeigte sich davon aber unbeeindruckt und vollstreckte nervenstark zum 1:1. Es war das erste Pflichtspiel-Tor des 21-Jährigen seit dem 2. November. Danach setzte eine Verletzung das Offensiv-Talent monatelang außer Gefecht, ehe im Mai noch zwei Kurzeinsätze im Saison-Endspurt folgten. Am ersten Spieltag stand El Mala gegen Wiedenbrück erstmals wieder in der Startelf – blieb dabei jedoch glücklos. Entsprechend unzufrieden mit sich selbst sei der Angreifer nach dem Spiel gewesen, konstatierte sein Trainer Manuel Hartmann
Malek El Mala erhält Lob vom BVB-Trainer
Das wiederum war nach dem Dortmund-Spiel anders. Mit einem starken Moment hatte El Mala nachhaltigen Einfluss auf das Spielgeschehen. Kurz danach war sein Arbeitstag jedoch beendet. Nach 71 hochintensiven Minuten im Stadion Rote Erde war der Tank offenbar leer nach der langen Ausfallzeit.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Bis zu seinem Treffer war El Mala gegen den BVB weitgehend abgemeldet, trat kaum gefährlich in Erscheinung. Mit dem trockenen Flachschuss ins lange Eck von der linken Strafraum-Grenze dürfte El Mala auch bei den Dortmunder Verantwortlichen Eindruck hinterlassen haben. „El Mala hat es in der Situation sehr gut gemacht“, lobte Dortmunds Trainer Daniel Rios.
Wären die Pläne des BVB in der Vergangenheit aufgegangen, würde Malek El Mala bereits im schwarzgelben Dress spielen. Entsprechende Informationen aus zuverlässiger Quelle erhielt unsere Redaktion am Freitagabend am Rande der Begegnung. Demzufolge hätte Malek El Mala ein Jahr nach seinem Bruder Said nach Dortmund wechseln sollen – hätte sich der BVB im Werben um den damaligen Jungprofi von Viktoria Köln durchgesetzt, und nicht der FC. Die Transfers seien demnach schon vorbereitet gewesen. Letztlich kam es bekanntermaßen jedoch anders.
Zaghaftes Offensivspiel des 1. FC Köln
Dass El Mala in Dortmund bis zu seinem Treffer blass blieb, lag auch am zu zaghaften Offensivspiel der Kölner. „Der Matchplan war, dass wir gegen Dortmund auch mit dem Ball mutig agieren. Das ist uns zu wenig gelungen“, haderte Coach Hartmann, „Dortmund spielte mit einem sehr aggressiven Mann-gegen-Mann-Pressing gegen uns. Wir haben selten die Lösung gefunden, diesen Druck zu überspielen, Bälle festzumachen, abzulegen und dann über die Außen weiterzuspielen.“ Wenn das doch mal geklappt habe, seien die Angriffe zu unsauber oder die Bälle zu ungenau gespielt worden. „Das war heute unser Problem, dass wir mit Ball wenig Lösungen kreieren konnten.“
Lobende Worte fand der Coach jedoch für das Spiel seiner Mannschaft gegen den Ball: „Da hat der Plan super funktioniert. Wir haben immer wieder einen guten Wechsel gefunden zwischen einem extrem hohen Pressing im 4-1-3-2 und einem tieferen Pressing im 4-4-2. Die Dortmunder hatten immer wieder Probleme, unseren gut sortierten und kompakten Block zu durchbrechen.“
Zugleich zog Hartmann nach vier Punkten aus zwei Spielen ein positives Zwischenfazit: „Zum jetzigen Zeitpunkt der Saison sind wir natürlich hochzufrieden.“
