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Vor Derby gegen Fortuna Düsseldorf IIVleron Statovci rückt bei Fortuna Köln per Kopf in den Fokus

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Rafael Garcia (l.) und Vleron Statovci (r.) freuen sich über das 2:0 im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen

Rafael Garcia (l.) und Vleron Statovci (r.) freuen sich über das 2:0 im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen

Vleron Statovci sorgt bei Fortuna Köln mit seinen Kopfbällen für Torgefahr und trifft als Rechtsverteidiger schon zum dritten Mal in Folge.

Als Fortuna Kölns Rechtsverteidiger Vleron Statovci am vergangenen Samstag in Gütersloh in der 63. Minute hochstieg, war der weitere Verlauf schon fast vorhersehbar: Der Ball landete wuchtig im gegnerischen Netz. Erneut. Es war das dritte Kopfballtor des 21-Jährigen in ebenso vielen Partien, alle vorbereitet von Angreifer Rafael Garcia. Der 31-Jährige servierte schon beim 5:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen zwei Ecken maßgerecht, diesmal kam die Flanke aus dem Halbfeld. „Es gibt kein wirkliches Geheimnis“, erklärt Statovci im Gespräch mit dieser Zeitung. „Wir trainieren die Flanken und Kopfbälle natürlich. Ich scheue mich vor keinem Luftduell. Es ist eben aber auch eine Teamleistung. Wenn die Bälle nicht so gut kämen, könnte ich nicht so gut köpfen.“

Rafael Garcia und Vleron Statovci bilden bei Fortuna Köln ein starkes Duo

Statovci und Garcia wechselten im Sommer gemeinsam vom 1. FC Düren in den Kölner Süden, die Kombination der beiden dürfte für Freude bei Verantwortlichen und Fans sorgen. „Wir verstehen uns sehr gut. Wir fahren immer zusammen zum Training und unternehmen privat vieles gemeinsam. Die Chemie stimmt einfach“, sagt Statovci. Der Verteidiger präsentiert sich bislang in guter Form: zweikampfstark, defensiv verlässlich und durch seine Kopfballstärke eine Waffe bei Standards.

Trotz seiner Erfolge muss Statovci sich seiner Konkurrenz bewusst sein, da die rechte Seite bei den Südstädtern gut besetzt ist. Neben Statovci stehen mit Kevin Brechmann und Talent Max Wiese zwei Konkurrenten bereit. „Kevin ist ein super Kerl. Umso besser ist es, wenn man mit einem sehr guten Spieler konkurriert. Das macht uns beide besser und hilft der Mannschaft. Jeder Spieler will natürlich von Anfang an spielen, das ist bei mir genauso“, sagt Statovci.

Auch persönlich sieht sich der junge Verteidiger auf einem guten Weg: „Mein Vater ist ein großes Vorbild für mich, er hat früher Fußball gespielt. Das Umfeld prägt einen Spieler, sei es durch Familie, Trainer und Mitspieler. Trainer sind nochmals größere Einflussfaktoren, da du jeden Tag mit ihnen arbeitest.“ In Köln ist das derzeit Matthias Mink, von dem Statovci profitiert: „Matthias und ich haben ein gutes Verhältnis. Wir verstehen uns. Er hilft mir sehr und verbessert mich in Situationen, in denen es notwendig ist. Ich bin noch jung, da ist ein guter Trainer wichtig für meine positive Entwicklung. Er weist auf meine Fehler hin, damit ich die abstelle und verbessere.“

Fortuna Düsseldorf II gastiert im Südstadion

Am Samstag sollten dann alle Fortuna-Profis Fehler vermeiden, wenn Fortuna Düsseldorf II im Südstadion (16 Uhr) gastiert. Die Partie besitzt Derbycharakter, ein Selbstläufer ist sie nicht, besonders da Düsseldorf bisher kein Spiel verloren hat. „Zweitvertretungen sind fußballerisch immer stark. Es ist schwer, sich auf solche Gegner einzustellen, da sie in letzter Sekunde durch Profiabstellungen alles umstrukturieren können. Düsseldorf hat in den vergangenen Wochen gut gepunktet“, warnt Statovci.

Die Tabellensituation unterstreicht seine Vorsicht. Die Teams in der oberen Tabellenhälfte liegen eng beieinander, jeder könne jeden schlagen, meint Statovci: „Die Liga ist ausgeglichen, viele Mannschaften sind auf Augenhöhe. Da muss man als Mannschaft schon eng zusammenrücken. Bei uns mache ich mir aber da keine Sorgen. Jeder kämpft für jeden.“ Das dürfte auch gegen Düsseldorf vonnöten sein. Und vielleicht ergibt sich erneut jene Szene, die zuletzt so verlässlich zum Torerfolg führte: Garcia flankt, Statovci steigt hoch und der Ball liegt im Netz.