Köln kämpft gemeinsam mit der Region Rhein-Ruhr um die deutsche Bewerbung für Olympische Spiele. Am 26. September entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), wer ins Rennen geht.
Olympia-BewerbungEntscheidung über „KölnRheinRuhr“ steht bevor

Ende September wird über die deutsche Bewerbung für Olympia entschieden.
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70) wird an der Seite von DOSB-Chef Thomas Weikert (62) am 26. September den deutschen Olympia-Bewerber für 2036, 2040 und 2044 verkünden.
Dies bestätigte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Frankfurt am Main. In Steinmeiers Terminen ist der Samstag der nächsten Woche mit einer Ansprache bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden angegeben.
Hamburg-Bewerbung scheiterte am Referendum
Die Evaluierungskommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird nach ihrer letzten Sitzung am kommenden Dienstag „eine ausführliche Stellungnahme“ zur deutschen Bewerber-Wahl veröffentlichen. Dies bestätigte der DOSB gut eine Woche vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden.
Bei der Versammlung werden die Delegierten entscheiden, ob Deutschland mit München, Berlin oder der Region Rhein-Ruhr mit der Kernstadt Köln in das Rennen für eine Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 geht.
Die Evaluierungskommission hat sich im Februar dieses Jahr konstituiert und besteht aus insgesamt neun Mitgliedern.
Kernaufgabe der Kommission ist es, das Evaluierungsergebnis zu bestätigen sowie die Einhaltung der vereinbarten Kriterien und deren Nachvollziehbarkeit zu überprüfen. Sie ist auch befugt, eine Empfehlung auszusprechen, muss dies aber nicht tun. Für die Mitgliederversammlung wäre eine Empfehlung nicht-bindend.
Köln, München oder Berlin als deutscher Olympia-Bewerber?
Zu den berechtigten Stimmmitgliedern zählen neben DOSB-Präsident Thomas Weikert und DOSB-Vorstandschef Otto Fricke auch Babette Kibele (Abteilungsleiterin im Sportministerium), Bundestags-Vizepräsidentin Josefine Ortleb (SPD) und die Verbandspräsidenten Ingo Weiss (Basketball) sowie Mona Küppers (Segeln).
Nicht stimmberechtigt sind Kim Bui, Idriss Gonschinska und Jürgen Scholz. Bui ist in dem Gremium als Athletenvertreterin im IOC. Scholz vertritt die Landessportverbände, Gonschinska als Vorstandschef den Deutschen Behindertensportverband (DBS).
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bewertet vorab alle Kandidaten mit Hilfe einer Matrix, in die auch die Ergebnisse der Bürgerentscheide einfließen. In München hatte eine klare Mehrheit von 66,4 Prozent beim Bürgerentscheid für das erste erfolgreiche Referendum zu Sommerspielen weltweit gesorgt.
Nordrhein-Westfalen mit der Olympia-Bewerbung „KölnRheinRuhr“ holte sich beim Referendum in den Gastgeber-Kommunen mit 66 Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmung. Berlin fasste einen entsprechenden Beschluss im Abgeordnetenhaus. In Hamburg stimmten mehr Menschen gegen als für eine Olympia-Bewerbung. Damit schied Hamburg vorzeitig aus dem Auswahlverfahren aus. (dpa)