Bei seinem ersten Einsatz als WM-Experte in der ARD übte Bastian Schweinsteiger auch Kritik an einer Neuerung beim Turnier.
Ein bisschen fragwürdigWM-Experte Schweinsteiger ärgert sich in ARD-Übertragung

Bastian Schweinsteiger am Freitag (12. Juni 2026) als TV-Experte für die ARD bei der WM 2026 mit Moderatorin Esther Sedlaczek.
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Am zweiten Tag der WM 2026 ist auch das Erste ins Turnier eingestiegen: In der ARD führte das bewährte Duo aus Esther Sedlaczek (40) und Bastian Schweinsteiger (41) durch die Übertragung des Spiels zwischen Co-Gastgeber Kanada und Bosnien (1:1).
Anders als gewohnt standen Moderatorin und Experte für die Vor- und Nachberichte nicht unten auf dem Rasen, sondern in einem kleinen, improvisierten TV-Platz auf der Tribüne des Stadions in Toronto. Dort äußerte sich Schweinsteiger nach seinem Debüt-Auftritt bei der Weltmeisterschaft auch kritisch.
Unterbrechungen für Werbung stören den Spielfluss
Die Partie war spielerisch kein Höhepunkt und bot nur wenige Glanzlichter. Was Schweinsteiger zusätzlich missfiel, waren die beiden neu eingeführten Trinkpausen, die Teil der offiziellen Matchprozedur der Fifa sind.
Dass der Hauptgrund für diese Pausen ein finanziell attraktives Zeitfenster für TV-Werbung ist, gehört zu den Wahrheiten, über die es hinter vorgehaltener Hand bei der WM keine Zweifel gibt. Die Unterbrechungen zur Mitte beider Halbzeiten können den Spielfluss der Partien allerdings zum Teil merklich beeinflussen.
Der Weltmeister von 2014 zeigte sich irritiert über die Maßnahme: „Das hat mich ein bisschen gestört, es sind ja nicht 40 Grad und Luftfeuchtigkeit bei 100. Und dann machen die da Pausen“, ärgerte sich Schweinsteiger bei Temperaturen von etwas über 20 Grad am ARD-Mikrofon.
Was ihn zusätzlich störte, war die Bewässerung des Spielfelds während der Unterbrechung in der zweiten Halbzeit. „Sie spritzen den Rasen, dadurch verändert es sich schon ein bisschen. Du musst dich als Spieler neu orientieren. Ich habe gemerkt, das Passspiel war nach diesen Pausen holprig. Ich finde die Idee nicht gut, dass man den Platz dann noch mal so sehr nass macht“, führte Schweinsteiger aus.
Auch wenn sein Wort bei Fifa-Boss Gianni Infantino (56) kaum Gehör finden dürfte, plädierte Schweinsteiger dafür, Unterbrechungen nur bei extremen Bedingungen vorzunehmen. „Wenn es hier 50 Grad hat und die Luftfeuchtigkeit hat, in Houston zum Beispiel, ist das schon okay. So heiß war es nicht, diese Regel ist schon ein bisschen fragwürdig.“ (red)
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