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Dank 66.000 Euro SpendenDLRG Wipperfürth nimmt neues Fahrzeug in Betrieb

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Indienststellung des neuen Gerätewagens mit Ex-Bürgermeister und Ehrenbürger Hans-Leo Kausemann (3.v.l,) , rechts daneben die DLRG-Ortsguppenleiterin Heike Radder, Bürgermeister Michael von Rekowski und Torsten Richling, DLRG-Bezirksleiter.

Wipperfürth – Nach drei Jahren Planung, Organisation und Spendensammeln ist der neue Gerätewagen der DLRG Wipperfürth einsatzbereit. Ab sofort wird der Gerätewagen Wasserrettung, kurz GW-W, bei lokaler Gefahrenabwehr und beim Katastrophenschutz eingesetzt. Bei der Indienstnahme blickt Heike Radder, Ortsgruppenleiterin der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Wipperfürth, auf die vergangenen drei Jahre zurück.

Bis zum Kauf des Fahrzeuges war es ein langer, mühsamer Weg. Im Oktober 2017 setzte man sich erstmals zusammen, um die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges zu besprechen. Der alte Einsatzwagen drohte, durch TÜV-Prüfung durchzufallen. Auch ein neues Hochwasserboot sollte her. „Damals haben wir mit einer Anschaffungssumme von 70 000 Euro gerechnet“, berichtet Radder.

Ein drei Jahre langer, mühevoller Weg

Die DLRG plante Spendenaktionen und suchte einen Schirmherren für das Projekt. Den fand man im ehemaligen Bürgermeister und Ehrenbürger Hans-Leo Kausemann. „Ich bin davon überzeugt, eine gute Sache unterstützt zu haben. Wir können froh und dankbar sein, eine so aktive DLRG in Wipperfürth zu haben“, lobt Kausemann. Auch Bürgermeister Michael von Rekowski ist begeistert: „Es ist ein tolles Fahrzeug, was uns allen dienen kann, wenn es darum geht, Leben zu retten und Leben zu schützen.“

Das neue Fahrzeug der DLRG

Typ: Mercedes Sprinter 416 CDI

Maße: 5,96 Meter lang ; 2,20 Meter breit ; 2,40 Meter hoch.

Motorleistung: 160 PS

Leergewicht: 2430 Kilo

Zulässiges Gesamtgewicht: 4,2 Tonnen

Preis inklusive Umbau: rund 78 000 Euro.

Doch dann der erste Rückschlag: Das Fahrzeugmodell, dass die Retter im Oktober 2017 in den Blick genommen hatten, gab es nicht mehr. Letztendlich entschied man sich für einen Mercedes Sprinter 416 CDI. Der Einsatzwagen ist für die lokale Gefahrenabwehr und den Katastrophenschutz ausgestattet, unter anderem mit Blaulicht und Sirenen. „Trotz der immensen Lautstärke der Sirenen hat der Wagen so eine gute Akustik, dass wir uns problemlos absprechen können. Auch Funken ist währenddessen möglich.

Materialien wiegen 400 Kilo

Das konnten wir im alten Einsatzfahrzeug nicht“, erklärt Jonas Blechmann, DLRG-Einsatzleiter. Stolz zeigt er die Ausstattung. Dazu gehört ein großer Sanitätsrucksack, eine Sauerstoffflasche, Schutzausrüstung und die nötige Ausstattung für den Infektionsschutz. Besonders stolz ist die DLRG auch auf ihr Sonar-Gerät, ein Suchgerät für den Unterwassereinsatz. Auch ein Rettungsbrett und Bojen werden im Gerätewagen mitgeführt.

Allein die Materialien haben ein Gewicht von rund 400 Kilogramm. Leer wiegt der Wagen 2430 Kilogramm. Durch eine zusätzliche Sitzbank, Allrad, Standheizung, einer Markise und weiterer Sonderausstattung kommt dieses Gewicht zusammen. Inklusive aller Umbauten kostete das Fahrzeug rund 78 000 Euro. Eine Summe, mit der zuvor niemand gerechnet hatte. Doch die Spendenaktion lief für den DLRG besser als erwartet. Und so kam eine Spendensumme von insgesamt 66 000 Euro zustande. „Es ist schön, dass die Menschen, Vereine und Firmen so viel Anerkennung und Motivation in uns reinstecken, dass solch eine Summe zustande kommen kann“, so Radder. Das Boot soll in naher Zukunft auch noch angeschafft werden.

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In dem Gerätewagen Wasserrettung ist Platz für acht Personen. Eine typische Einsatzbesatzung besteht meist nur aus fünf Einsatzkräften. Pro Person mit Ausrüstung rechnet man grob mit 100 Kilo. Insgesamt darf das Fahrzeug ein Gesamtgewicht von 4,2 Tonnen haben. „Das Gewicht kommt durch die großzügige Ausstattung schneller zusammen als man denkt“, so Blechmann. Doch das Gewicht bringt einen weiteren Kostenfaktor mit sich. Um das Fahrzeug fahren zu dürfen, wird ein extra Führerschein benötigt. Der kostet pro Person circa 2000 Euro. Aus diesem Grund spendet Torsten Richling als Bezirksleiter der DLRG 500 Euro an die DLRG Wipperfürth. Als Geschenk vom Bürgermeister gab es zur Indienstnahme ein Wipperfürther Ortsschild.