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Kommunalwahl in WipperfürthSchüler diskutieren online mit Politikern

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Online_Diskussion_am_EvB

In der Mensa verfolgen die EvB-Schüler der Stufe Q1 (Jahrgangsstufe11) die Video-Diskussion mit Vertretern der Parteien.

  1. Für die Kommunalwahl am kommenden Sonntag beträgt das Mindestalter 16 Jahre.
  2. Ein Grund für die Schüler der Oberstufe des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums in Wipperfürth, Kommunalpolitikern mit ihren Fragen auf den Zahn zu fühlen.
  3. Die erste Online-Podiumsdiskussion an der Schule war ein Erfolg, wenn es auch hier und da noch hakte.

Wipperfürth – Wer mindestens 16 Jahre alt ist und in Wipperfürth wohnt, der kann am Sonntag in der Hansestadt wählen gehen. Für viele Oberstufenschüler des Engelbert-von Berg-Gymnasiums ist es die erste Wahl. Doch was wollen die Parteien, die für den Rat kandidieren, eigentlich erreichen? Worin unterscheiden sie sich?

Virtuelle Podiumsdiskusson am EvB-Gymnasium

Um Schüler und Politiker unter Corona-Bedingungen zusammenzubringen, hat sich das EvB-Gymnasium ein neues Format einfallen lassen – eine 80-minütige, virtuelle Podiumsdiskussion, die live per Videostream übertragen wurde. Die Schüler des Sozialwissenschaften-Leistungskurses der Stufe Q2 (Stufe 12) hatten Fragen vorbereitet, ihre Lehrerin Melanie Ganz war als Moderatorin dabei, hielt sich aber sehr zurück.

Die Schüler der Stufe Q1 (Stufe elf) verfolgten in der neuen Mensa die Diskussion, die per Beamer an die Wand geworfen wurde. Fünf Politiker stellten sich den Fragen der Schüler: Christian Berger (CDU), Harald Koppelberg (UWG), Christoph Goller (Bündnis 90/Grüne) und Josef W. Schnepper (FDP). Alle vier sind Ratsmitglieder. Die SPD hatte mit David Jaschke einen jüngeren Kommunalpolitiker in die Runde geschickt, der aus seinem Urlaubsort in Bayern zugeschaltet war.

Wie hat das technisch funktioniert?

Die Videokonferenz mit den Schülern des EvB-Gymnasiums und fünf Wipperfürther Politikern wurde über das Programm Microsoft Teams übertragen.

Für die Zukunft denke die Schule darüber nach, Videokonferenzen auch im Unterricht einzusetzen, in dem man zum Beispiel Experten für ein Video-Interview live hinzuschalte, erklärte Florian Dörschlen, Lehrer am EvB.

Jaschke war anfangs nur zu hören, aber nicht zu sehen. Der CDU-Vorsitzende Christian Berger präsentierte sich vor der CDU-Parteizentrale in Berlin mit der Deutschlandflagge auf dem Dach – ein gezielt eingespielter Hintergrund.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellten die Schüler viele Fragen. Die wichtigsten Themen sind die Schulen und die Ausstattung, der öffentliche Nahverkehr in Wipperfürth und die mangelhafte Anbindung in die Großstädte und der Umgang mit der Corona-Pandemie. Die Kandidaten erklärten, dass man hierzu nur wenig vor Ort entscheiden könne, sondern von den Vorschriften abhängig sei, die aus Düsseldorf und Berlin kämen.

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Beim Thema Umwelt und Nachhaltigkeit wollten die Schüler unter anderem wissen, warum auf dem Wipperfürther Marktplatz denn Grauwacke aus Indien verlegt wurde.

Kritik an fehlender Bereitschaft zu echter Diskussion

EvB-Lehrer Florian Dörschlen hatte die virtuelle Diskussion mit organisiert und verfolgte sie mit seinem Sozialkunde-Grundkurs live. „Die Schüler haben die Diskussion überwiegend positiv bewertet, es gab allerdings auch Kritik, dass die Politiker nur Statements abgegeben hätten und es nicht zu einer wirklichen Diskussion kam.“

Mit der Technik gab es ein paar Probleme, die Tonqualität war sehr unterschiedlich. „Und der Stream in unsere Mensa war zeitweise sehr schleppend“, berichtete Dörschlen. Man warte dringend auf den Glasfaseranschluss. „Wir hätten gerne auch die Stufe EF noch zugeschaltet, aber wir hatten Sorge, dass sich der Stream dann verabschiedet.“