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Raumnot an der KGS Agathaberg„Moderner Unterricht ist so nicht möglich“

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An der Grundschule in Agathaberg besteht Sanierungsbedarf – auch ein Neubau ist eine mögliche Option.

Wipperfürth – Die Katholische Grundschule (KGS) Agathaberg ist in die Jahre gekommen. „Moderner Unterricht ist nicht möglich, massive Investitionen sind nötig. Es gibt viele bauliche Mängel, hier muss dringend etwas getan werden.“ So lautet das Urteil von Ulrike Lexis vom Büro Dr. Garbe und Lexis , das im Auftrag der Stadt den Entwurf zum Schulentwicklungsplan 2018/19 bis 2023/24 erstellt hat. Der wurde im Ausschuss für Schule und Soziales von Ulrike Lexis vorgestellt.

Gegebenenfalls müsse man auch über einen Abriss der Agathaberger Schule und einen Neubau nachdenken, so Lexis. Zumal die Grundschule noch Außentoiletten hat und die Räume zum Teil noch mit Einfachverglasung ausgerüstet sind. Die Schule besteht aus drei Gebäudeteilen: Einem Altbau aus dem 19. Jahrhundert, einem Anbau, der 1969 errichtet wurde und einem Pavillon aus dem Jahr 2000.

Einfachverglasung und Außentoiletten

Schülerzahlen und Raumüberhang

Der Entwurf zum Schulentwicklungsplan von 2018/19 bis 2023/24 (SEP) – erstellt vom Büro Dr. Garbe und Lexis – geht bis Mitte der 2020er Jahre von stabilen Zahlen bei den Erstklässlern aus, mit jeweils rund 200 Erstklässlern, für 2022 sogar von über 240 Erstklässlern. Ab 2025 stützen sich die Gutachter auf Bevölkerungsprognosen von IT NRW, die von sinkenden Zahlen ausgehen. Laut SEP sind alle drei Grundschul-Verbünde (St. Antonius/Wipperfeld; St. Nikolaus/Kreuzberg; Agathaberg/Albert Schweitzer) stabil. Auch die Konrad-Adenauer-Hauptschule und die Hermann-Voss-Realschule sind laut SEP gesichert, das Engelbert-von-Berg-Gymnasium wird recht klein. Durch die Einführung von G9 steigt die Schülerzahl am EvB aber wieder an.

Am Engelbert-von-Berg-Gymnasium und der Hauptschule stellt das Gutachten einen deutlichen Raumüberhang fest, der EvB-Neubau ist „üppig dimensioniert“, an der Hauptschule ist das Raumangebot „sehr großzügig“.

Die Wipperfürther Verwaltung übt deutliche Kritik an dem Gutachten. Der SEP berücksichtige trotz mehrfacher Hinweise nicht die Rahmenplanungen für den Ganztag am EvB.

Bis zum Sommer 2019 soll die Verwaltung Raumkonzepte erarbeiten lassen, die mögliche Raumüberhänge berücksichtigen. Außerdem soll untersucht werden, ob die EvB-Mensa auch außerschulisch genutzt werden kann. Einstimmig votierte der Schulausschuss für einen entsprechenden Antrag der SPD.

Auch die Schule selbst sieht einen erheblichen zusätzlichen Raumbedarf. „Wir brauchen vor allem zusätzliche Räume für Differenzierung und für Inklusionskinder“, sagt Schulleiterin Susanne Beyer. Es fehlen unter anderem zwei Klassenräume für Förderunterricht, ein Besprechungsraum, ein eigenes Schulleiterzimmer, ein Raum für den Hausmeister, eine Aula, eine eigene Bibliothek, ein Erste Hilfe-Raum, Abstellräume und ein Serverraum. Und das Lehrerzimmer ist mit gut 18 Quadratmetern viel zu klein.

Der Schulentwicklungsplan geht davon aus, dass es in den kommenden Jahren genügend Erstklässler in Agathaberg geben wird, auch wenn für das kommende Schuljahr 2019/20 lediglich 17 Neuanmeldungen vorliegen.

Susanne Beyer hat die Verwaltung mehrfach angemahnt, der Dorfgrundschule mehr Raum zur Verfügung zu stellen. Auch die Verwaltung selbst sieht an der Grundschule einen dringenden Handlungsbedarf. Deshalb soll jetzt ein Architekt überprüfen, ob eine Schulsanierung mit einem weiteren Anbau oder ein Abriss und ein Schul-Neubau die bessere Lösung für die Grundschule in Agathaberg ist. Das Ergebnis der Untersuchung soll im Herbst 2019 vorliegen und dann im Schulausschuss beraten werden, damit die Kosten für den Haushalt ab 2020 eingeplant werden können.