Wipperfürth – Plastiksäcke mit Windeln, teilweise aufgerissen, Hausabfälle und eine Plastiktonne liegen am Wegesrand vor dem Gelände des Bauhofs Wipperfürth/Hückeswagen. Unbekannte haben dort illegal ihren Müll abgeladen. Und das nicht zum ersten Mal. Immer wieder würde dort Müll abgeladen, nicht nur Windeln, sagt Sonja Puschmann, Öffentlichkeitsbeauftragte der Stadt.
Dabei haben die Wipperfürther nach wie vor die Gelegenheit, Windeln kostenlos zu entsorgen. Seit Januar allerdings nicht mehr in den zehn Containern, an deren frühere Standort sich heute der Müll türmt, sondern auf dem Gelände des Bauhofs. Dreimal in der Woche (siehe Infokasten) kann dort der Windelmüll entsorgt werden. Die neue Regelung hatte der Rat der Stadt als familienfreundliche Lösung beschlossen, denn die Alternative wäre der komplette Verzicht auf diese freiwillige Leistung der Stadt gewesen.
Der Abfall-, Sammel- und Transportverband (Asto) hatte angekündigt, die Leerung der Container zum Jahresende einzustellen. Zum einen wegen der großen Müllmenge, zum anderen, weil die Leerung bislang über die Müllgebühren finanziert wurde, dies aber als verbotene Quersubventionierung gilt. Die Neuregelung soll dazu beitragen, die Menge des „wilden“ Mülls zu reduzieren, der früher in großem Stil in den zehn Containern entsorgt wurde. Das jetzige Angebot kostet die Stadt rund 52 000 Euro pro Jahr. Zum einen für die Leerung des Containers durch die Firma Lobbe, zum anderen für die Mitarbeiterin, die die Windelabgabe an den drei Abgabetagen kontrolliert. Da die Stadt für die Windelentsorgung bezahlt, achtet sie darauf, dass auch nur Wipperfürther Bürger den kostenlosen Service in Anspruch nehmen. Zur Windelentsorgung muss daher der Personalausweis mitgenommen werden.
Öffnungszeiten
Die Windelannahme auf dem Gelände des Bauhofs Wipperfürth/Hückeswagen, Egener Straße, ist montags und mittwochs von 14 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 10 Uhr geöffnet. Wipperfürther können ihren Windelmüll dort kostenlos entsorgen.
Der Betrieb läuft probeweise für ein Jahr, dann soll Bilanz gezogen werden. Auch wenn die Windelcontainer gut angenommen werden, die wilde Entsorgung der Windeln und des Mülls ist ein Problem, denn sie verursacht zusätzliche Kosten, die letztlich von allen Bürgern bezahlt werden müssen und in die Bilanz miteingehen. Die Stadt hofft, dass die illegale Entsorgung nach der Umstellung jetzt weiter zurückgeht und die Bürger das kostenlose Angebot nutzen.

