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Corona-KriseMessewirtschaft hofft auf Neustart ab dem Spätsommer

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Der Eingang der Kölnmesse (Archivbild)

Köln – Nach Lockerungen für die Messewirtschaft hofft die Kölner Messe wie die gesamte Branche auf einen Neustart ab dem Spätsommer. Bundesländer wie NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen haben zuletzt ja erste Perspektiven für Messen mit Publikum formuliert. Das ist in NRW abhängig von der Unterschreitung eines Inzidenzwerts von 50. Kölns Messe-Chef Gerald Böse hatte die angekündigte Lockerungen als Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Sie gäben der gesamten Veranstaltungsbranche Zuversicht und der Kölner Messe ein Stück weit Planungssicherheit, die Herbstmessen 2021 anzugehen.

Das sieht Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Branchenverbands Auma auch so: „Das sind wichtige erste Schritte auf dem Weg aus dem Messe-Lockdown.“ Die Messeveranstalter, Aussteller und ihre Dienstleister erwarteten jetzt von allen Bundesländern ein klares Signal für die Wiederzulassung von Messen.

In Köln hat es seit März 2020 keine Präsenzmesse mehr gegeben. Die Computerspielemesse Gamescom findet Ende August bereits zum zweiten Mal rein digital statt. Und die spoga+gafa wurde in den Juni des kommenden Jahres verschoben.

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Die Messe, die ein ausgeklügeltes Hygienekonzept entwickelt hat, setzt auf einen Neustart im Herbst. Im September stehen die Digitalmarketingmesse Dmexco auf dem Programm, die Kind + Jugend sowie die Weltleitmesse der Dentalbranche IDS.Einen Neustart hat die Branche bitter nötig.

Verlust von 40 Milliarden Euro

Der Lockdown für die Messewirtschaft führt nach Berechnungen des Auma zu einem gesamtwirtschaftlichen Verlust von 40 Milliarden Euro. Der Verband stützt sich dabei auf eine Studie des ifo-Instituts und berechnete nicht nur die Folgen für die Messeveranstalter, sondern auch die für Dienstleister, Hotellerie, Gastronomie, Bahn, Luftverkehr oder Taxigewerbe. Abgesehen von September und Oktober 2020 durften seit März 2020 keine Messen stattfinden und auch das 2. Quartal 2021 dürfte weitgehend ausfallen, so der Auma.

Zahlreiche Messeabsagen führen bei der Kölner Messe in diesem Jahr voraussichtlich zu einem Verlust von 65 Millionen Euro. Im abgelaufenen Jahr waren 54 von 70 geplanten Messen abgesagt oder verschoben worden, der voraussichtliche Verlust beträgt 115 Millionen.