Köln – Polis Mobility geht im Mai 2022 an den Start Ausstellung wird mit Kongress und Erlebnis kombiniertKöln bekommt eine neue MobilitätsmesseVon Ralf Arenz
Köln. Ein Jahr vor dem geplanten Start einer neuen Messe in Köln rühren die Messegesellschaft, aber auch die Stadt und das Land NRW kräftig die Werbetrommel. Vom 18. bis zum 21 Mai 2022 soll die Polis Mobility erstmals stattfinden und ab dann jährlich, wie die Messe gestern mitteilte. Drehen soll sich die Veranstaltung um urbane Mobilität und sowohl Ausstellung sein als auch Erlebnis und Kongress. Zum Start der Messe gibt es auch eine Plattform im Netz, über die das ganze Jahr ein Austausch über das Thema erfolgen kann.
Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker schilderte, wie sie in der autogerechten Stadt Köln groß geworden sei. Jetzt müssten Prioritäten anders gesetzt werden. Laut Reker ist die Verkehrswende in vollem Gange. Neue Radwege entstünden, auch wenn es dauere, bis daraus ein komplettes Netz werde. Es gehe um Aufenthaltsqualität. Die gibt es für Reker nur mit weniger Autos. Und die müssten leiser sein und emissionsfrei, also elektrisch, fahren.
Rückenwind für die Verkehrswende
Mit der neuen Veranstaltung solle die Verkehrswende in Köln weiter Rückenwind bekommen, so Reker. Helfen könne der Blick in Partnerstädte wie Peking, wo das Fahrrad wichtigstes Verkehrsmittel war, dann das Auto und jetzt wieder das Fahrrad an Bedeutung gewinne, oder Barcelona mit autofreien Quartieren.
Für Professorin Meike Jipp. Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung am DLR, muss Mobilität in Zukunft klimaneutral und bedürfnisorientiert sein. Als Beispiel nannte sie etwa eine „Fahrradautobahn“ in Peking, durch die ein Weg zwischen zwei Stadtvierteln deutlich schneller zurückgelegt werden könne und so attraktiv für die Nutzer sei. Es gehe um komfortable Lösungen für den Personen und Gütertransport – auch mit geteilten Autos, Rollern oder Rädern. Überall auf der Welt gebe es Lösungen, von denen andere lernen könnten.
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Die sollen auf der Polis Mobility präsentiert werden – an Ständen, in Vorträgen, auf dem Messegelände und auf einem 13 Kilometer langen Parcours in der Stadt, so Messegeschäftsführer Oliver Frese. Eingeladen zur Teilnahme seien Wissenschaftler, Verwaltungsexperten, Nicht-Regierungsorganisationen und Unternehmen aus den Bereichen Verkehr, Energie oder Digitalisierung. Partner ist neben der Stadt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI).


