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Klimpermännche spendet Honorar„In dieser Zeit besonders an andere denken“

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„Klimpermännche“ Thomas Cüpper liebt Weihnachten und Karneval.

„Klimpermännche“ Thomas Cüpper liebt Weihnachten und Karneval.

„Klimpermännche“ Thomas Cüpper unterstützt die Rundschau-Altenhilfe und spendet sein Kolumnen-Honorar.

Ob Tausende Feiernde bei der Lachenden Kölnarena oder ein paar Hundert aufmerksame Zuhörer bei einer Flüstersitzung ursprünglichen Fastelovends – „Klimpermännche“ Thomas Cüpper bekommt sie alle. Mit seiner Quetsch, seinen Liedern und seinen Geschichten, die geradewegs aus dem Leben auf die Bühne gesprungen zu sein scheinen.

Doch Cüpper ist nicht nur ein großer Karnevalist, der seit fast 30 Jahren auch auf den ganz großen Bühnen Kölns und des Rheinlands unterwegs ist, sondern auch ein ausgesprochener Freund der Weihnachtszeit – und er hat ein großes Herz. „Wenn man etwas kann, dann sollte man auch etwas davon geben“, sagt der 59-jährige Musiker, Sänger und Humorist aus Bergisch Gladbach.

Adventskolumne für dieLokalausgabe Bergisch Gladbach

So überlegte er nicht lang, als er jetzt für seine Heimatausgabe der Kölnischen Rundschau eine Adventskolumne schrieb: Das Honorar spendete er der Rundschau-Altenhilfe DIE GUTE TAT e.V.. „Ich durfte voriges Jahr bei der Premiere der Sitzung ,Ärm in Ärm' zugunsten der Rundschau-Altenhilfe dabei sein und finde, dass ist einfach eine tolle Arbeit, die dort gemacht wird“, sagt Cüpper, der am Wochenende wieder bei der „Lachenden Kölnarena“ auf der Bühne stand.

Et „Klimpermännche“ bei der Premiere von „Ärm en Ärm“ im Januar 2025

Et „Klimpermännche“ bei der Premiere von „Ärm en Ärm“ im Januar 2025.

So sehr er den Fastelovend mag, so begeistert ihn immer wieder aufs neue doch auch das Fest, das zwischen dem Elften im Elften und der fünften Jahreszeit bis Aschermittwoch für eine Zeit der Ruhe sorgt. Sein Wohnhaus in Bergisch Gladbach wird dazu alljährlich liebevoll derart aufwendig im Inneren wie an der Fassade geschmückt, dass neulich ein vorbeikommendes Kind bewundernd feststellte: „Hier muss wohl der Nikolaus wohnen.“

Schwibbögen und Kränze, Weihnachtshäuschen und eine mannsgroße Weihnachtspyramide in der guten Stube – „zu Weihnachten tauschen wir nur die normale Deko aus“, sagt Thomas Cüpper lächelnd. „Quasi ziehen wir zweimal im Jahr um“, ergänzt seine Frau Cerstin augenzwinkernd. Sie hat ihren Thomas gleichwohl stets auch tatkräftig bei der „Kölschen Weihnacht“ unterstützt, die Cüpper viele Jahre gemeinsam mit dem Autor Heinz Monheim und oftmals mit seinem väterlichen Freund Ludwig Sebus auf die Bühne des Bergisch Gladbacher Bürgerhauses Bergischer Löwe brachte.

Etwas für die Menschen tun, die diese Zeit sonst nicht so entspannt genießen können.
„Klimpermännche“ Thomas Cüpper

Ob's die große Weihnachtspyramide war, die im Online-Shop des Herstellers aus dem Erzgebirge „viel kleiner ausgesehen“ hatte, oder die Martinsgans, die erst im Advent auf den Tisch kam – mit seinen pointiert zu Papier gebrachten Adventsgedanken begeisterte Thomas Cüpper in diesem Jahr die Zeitungsleser – und mit seiner Honorarspende möchte er mit dazu beitragen, durch das Engagement der Rundschau-Altenhilfe auch etwas für die Menschen zu tun, „die diese Zeit sonst nicht so entspannt genießen können“.

Dabei hat der Musiker und Karnevalist gerade diesen Advent erlebt, wie nah Freud und Leid beieinander liegen können. Am zweiten Adventswochenende, als er gerade das Haus von außen dekorierte, raste ein Auto in sein Haus, dessen Fahrer am Steuer einen internistischen Notfall erlitten hatte, und verfehlte Cüpper nur knapp. Seine Gedanken galten indes auch da zuallererst dem Fahrer, der kurz darauf im Krankenhaus starb, und seiner Familie. „Das macht noch einmal mehr demütig“, sagt Thomas Cüpper. „Deshalb finde ich es wichtig, wie die Rundschau-Altenhilfe gerade in dieser Zeit vor allem auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht wie uns.“