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Stiftung WarentestDie meisten Bohrmaschinen überzeugen

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Akku-Bohrschrauber, Schlagbohrmaschine oder Bohrhammer? Welches Werkzeug wo am besten arbeitet, zeigt ein großer Vergleichstest der Stiftung Warentest. Insgesamt 36 – zum Teil sehr unterschiedliche – Maschinen schraubten und bohrten um die Wette. Selbst bei teuren zeigten sich Mängel, wie die Tester in der aktuellen März-Ausgabe der Zeitschrift „test“ berichten. Am Ende ist das Gesamtergebnis aber erfreulich: Jedes zweite Modell schneidet im Test gut ab. In allen Produktkategorien kommen Werkzeuge von Bosch auf die vorderen Plätze, bei den Schlagbohrmaschinen etwa ist die Bosch PSB 1000-2 RCE Testsieger. Es gibt aber auch gute und zum Teil preisgünstigere Alternativen, etwa der Akku-Bohrschrauber Lux ABS-18 Li von Obi oder die Schlagbohrmaschine RPD 1010 von Ryobi.

Zwei-Gang-Maschinen empfohlen

Wenns ums Eindrehen von Schrauben geht, loben die Tester vor allem die Vorzüge der Akku-Bohrschrauber. In ihrer Paradedisziplin erzielen sie fast durchweg gute Noten. Bis zu 80 Millimeter lange und acht Millimeter dicke Schrauben ließen sich problemlos in Kiefernholz versenken und zwar schnell, präzise und komfortabel. Die Stiftung Warentest empfiehlt Heimwerkern grundsätzlich den Kauf einer Zwei-Gang-Maschine: Deren erster Gang eignet sich fürs gefühl- und kraftvolle Schrauben. Und die Geschwindigkeit lässt sich bedarfsgerecht regulieren.

Die größten Unterschiede im Test offenbarten sich beim Bohren. Dicke Metallbleche zum Beispiel konnten die Prüfer am schnellsten mit Schlagbohrmaschinen durchlöchern – hier natürlich bei ausgeschaltetem „Schlag“: fünf Millimeter schaffen sie in durchschnittlich 13 Sekunden. Akku-Bohrschrauber brauchen oft doppelt so lange. Für Präzisionsbohrungen im Bohrständer eignen sich am besten Schlagbohrmaschinen, die ohne Spiel gut „rundlaufen“.

Bei Beton und hartem Gestein schlägt die Stunde der Bohrhämmer. Die getesteten Modelle schaffen zum Beispiel ein fünf Zentimeter tiefes 12-Millimeter-Loch in etwa 15 Sekunden. Sie arbeiten mit speziellem SDS-plus-Bohrfutter und passenden Bohrern. Deren typisches Merkmal sind längliche Kerben am Schaft. Die ermöglichen, dass sich die Bohrerspitze nicht nur dreht, sondern sich zusätzlich beim Bohren mit „Schlag“ vor und zurück bewegen kann.

Der Test der Stiftung Warentest deckte aber durchaus auch zahlreiche Schwachstellen und Mängel auf: Sieben Schlagbohrmaschinen schwächeln ausgerechnet in der Disziplin Schlagbohren.

Auch zwei Akku-Schlagbohrschrauber scheitern in Beton. Sieben Maschinen blieben beim Dauertest relativ frühzeitig auf der Strecke, vier davon so früh, dass sie auf das Gesamturteil Mangelhaft abgewertet wurden. Zweimal erwiesen sich Griffe als schadstoffbelastet.

Dennoch ist das Ergebnis dieses Tests unterm Strich relativ erfreulich: Denn unter den 19 Geräten mit einem guten test-Qualitätsurteil findet sich für jeden Einsatzzweck Werkzeug, mit dem das Heimwerken Spaß macht. (td)