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Ampelanlage ausgetauschtNeuste Technik für den Messekreisel in Köln-Deutz

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Schneller rund und geht es mit der neuen Ampelanlage im Messekreisel in Deutz.

Köln – Er zählt zu den anspruchsvollsten Kreuzungspunkten Kölns. Am Messekreisel in Deutz kommen die Deutz-Mülheimer-Straße, der Pfälzische Ring und die Brügelmannstraße zusammen. Wenn mal gerade nicht eine Pandemie wütet, durchfahren diesen Kreisverkehr mit Ampelanlage rund 40 000 Fahrzeuge am Tag. Zu Messeausstellungen komme nochmals 5000 dazu. Und mittendurch noch die Stadtbahnen der Linie 3 sowie 4. Und dieses Drehkreuz des Verkehrs im rechtsrheinischen Köln wurde bisher von über 20 Jahre alter Technik gesteuert. Die kann nun ins Museum. Vergangenen Dienstag hat eine neue Ampelanlage den Dienst übernommen.

26 Ampelmasten und 74 LED-Lichter

„Wir sind froh, wenn wir so eine Anlage erneuern können, bevor die Technik ausfällt“, sagt Susanne Roenstein, als Abteilungsleiterin im Verkehrsdezernat auch für die Ampeln Köln zuständig. Ein Ausfall wäre auch nicht leicht zu beheben gewesen. Ersatzteile gab es nicht mehr für das „alte Hündchen“. Um die Anlage auf den Stand der Technik zu bringen, war ein bisschen mehr zu tun, als ein paar Birnen zu wechseln. Wo früher drei Rechner versuchten, miteinander zu kommunizieren, um den Verkehr zu koordinieren, reicht jetzt ein Steuergerät. Das ist Herr über 26 Ampelmasten, 74 LED-Ampellichter, 8,4 Kilometer Kabel und 36 Induktionsschleifen. Um das Teil unter die Erde zu bringen und alles anzuschließen , wurde seit Juni 2020 , gebuddelt, geschaltet und verwaltet. In der Zwischenzeit übernahm eine Baustellenampel den Verkehr am Messekreisel.

„Da ist es fast schon ein bisschen Glück, dass wegen Corona nicht viel los war“, sagt Patrik Stieler, Kölns Verkehrsmanager. Bei dem üblichen Verkehrsaufkommen hätte es sich wohl mit einer Ersatzanlage mächtig geknubbelt.

Was bringt die neue Anlage?

Was bringt die neue Anlage dem Autofahrer? Es wird flüssiger laufen, wie Stieler an einem Beispiel fest machen kann: „Die alte Anlage konnte die Ampelschaltung berechnen, wenn eine Stadtbahn zur Durchfahrt anstand. Wenn die Bahn sich aber verspätete, konnte die Schaltung nicht mehr rückgängig gemacht werden.“ Kurz: Der Verkehr staute sich grundlos auf. Der neue Rechner kann auf so etwas hingegen reagieren.

Preiswert ist eine technische Anlage für so einen komplexen Kreuzungspunkt natürlich nicht. 930 000 Euro hat die Modernisierung gekostet. Doch die Stadt Köln musste das nicht allein buckeln. 50 Prozent schoss der Bund als Förderung dazu.