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Vogelgrippe in KölnKölner Zoo ab sofort geschlossen - Sehr gefährlich für Vögel

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Welche Vögel betroffen sind, teilte der Zoo nicht mit.

Welche Vögel betroffen sind, teilte der Zoo nicht mit.

Die Vogelgrippe ist hoch ansteckend für Vögel und kann auch dem  Menschen gefährlich werden. 

Der Kölner Zoo ist bis auf Weiteres geschlossen. Das gaben die Verantwortlichen am heutigen Rosenmontag auf der Zoo-Homepage bekannt. Grund ist ein Ausbruch der ansteckenden Krankheit Vogelgrippe. „Der Kölner Zoo muss derzeit aufgrund eines positiven Geflügelgrippe-Befunds geschlossen bleiben. Wir melden uns, sobald wir nähere Informationen zur Wiederöffnung haben“, so die Nachricht. Welche Vögel betroffen sind und wie umfangreich der Ausbruch ist, teilte der Zoo nicht mit.

Die bei Vögeln vorkommenden Influenza-A-Viren können auch Erkrankungen beim Menschen hervorrufen; die Übertragung ist jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Im Sommer 2023 war es in Schleswig-Holstein zu einem Ausbruch von Vogelgrippe bei Gänsen gekommen. Am 18. November 2022 musste der Zoo Berlinwegen eines Vogelgrippe-Ausbruchs ebenfalls komplett geschlossen werden; er blieb zu bis zum 24. Dezember 2022.

Nicht der erste Vorfall im Kölner Zoo

Die Vögel im Kölner Zoo waren durch  die für Vögel  hochansteckende Vogelgrippefall in der jüngeren Vergangenheit bereits einmal gefährdet. Nachdem Anfang November 2022 ein Fall von Vogelgrippe im Osten Köln aufgetreten war, mussten sie nahezu alle Vögel, die im Freiland ohne schützenden Zaun gehalten werden, in sichere Unterkünfte bringen. „Möwen vom Rhein, Tauben oder auch Raubvögel hätten das Virus in die offenen Gehege bringen können. Es wird hauptsächlich über Kot übertragen“, hatte Kurator und Vogelspezialist Bernd Marcordes damals der Rundschau erklärt.

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Binnen einer Woche hatte das Team damals Platz für 500 Vögel schaffen müssen, die sonst draußen überwintern oder nur bei Frost in einen Stall kommen, wie die Pelikane. Viele der kleineren Arten wurden in den Wasserbecken der Flusspferde im und am alten Elefantenhaus untergebracht. „Im Außenbereich haben wir ein Netz über die Anlage gespannt, damit keine Wildvögel rein können“, sagt Marcordes damals der Rundschau. Andere fanden in Boxen der Przewalskipferde Platz, die mit einem Wasserbecken ausgestattet wurden. Völlig von anderen Vögeln isoliert wurden die Schuppensäger. Diese Entenart steht auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion und ist in ihrem natürlichen Lebensraum „stark gefährdet“.

Ende März 2023 konnte der Zoo die 500 Vögel  wieder ins Freiland entlassen (wir berichteten). Ein Ereignis, für das sich alle Pfleger und Pflegerinnen des Reviers im Zoo einfanden - auch, um ich mit ihre Schützlinge über die wiedergewonnene Freiheit zu freuen.

Welche Maßnahmen der Zoo im aktuellen Fall ergreifen wird, teilte er noch nicht mit. Es gibt eine Impfung gegen Vogelgrippe, aber sie ist verboten. Der Grund: Man kann geimpfte Vögel auch per Blutuntersuchung nur schwer von akut infizierten unterscheiden.

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