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Fotografie Vom Priester bis zum Wäscheschrank

Eva-Maria Burchard zeigt eine Multimediareportage als Gemeinschaftsarbeit mit zwei Kolleginnen.

Eva-Maria Burchard zeigt eine Multimediareportage als Gemeinschaftsarbeit mit zwei Kolleginnen.

Köln – Anfang des Jahres bekam Mira Unkelbach einen Anruf ihrer Mutter: „Du musst zu Oma kommen.“ Da war ihre Großmutter schon gestorben. Drei Tage blieben den Angehörigen, um das Zimmer im Altenheim auszuräumen. Mira Unkelbach nahm ihre Kamera mit: „Für mich war das auch ein Prozess des Abschiednehmens.“ Die entstandene Bilderserie „Silent is“ ist nun zum ersten Mal zu sehen: 28 Fotografen des Berufsverbandes Freelens Rheinland stellen ihre Bilder bei der Ausstellung „Rheine Träume – die Dritte“ aus, die gestern Abend in Mülheim eröffnet wurde.

Das Rheinland als gemeinsamer Nenner

Wie „eine gemischte Tüte“ beschreibt Eva-Maria Burchard die Vielfalt der Ausstellung, die von der Kölnischen Rundschau als Medienpartner unterstützt wird: „Einige Bilder sind künstlerisch, andere dokumentarisch. Das Element, was alle verbindet, ist das Rheinland.“

Schützen und Verbindungsbrüder in Uniform fotografierte Hartmut Schneider in Köln.

Schützen und Verbindungsbrüder in Uniform fotografierte Hartmut Schneider in Köln.

Burchard leitet die Regionalgruppe des Fotografenverbandes zusammen mit Christian Ahrens. Sie selbst zeigt eine Multimediareportage als Gemeinschaftsarbeit mit zwei Kolleginnen. „Wir stellen mit Bildern und Videos Menschen aus dem Ausland vor, die heute im Rheinland leben“, so Burchard.

Mira Unkelbach hat eine Serie über ihre verstorbene Großmutter gemacht.

Mira Unkelbach hat eine Serie über ihre verstorbene Großmutter gemacht.

Der Berufsverband Freelens wurde 1995 gegründet, heute hat er rund 2500 Mitglieder. Einer davon ist der freie Fotograf Hartmut Schneider. Seine Serie „Guardians“ zeigt Menschen in Uniformen, vom Priester bis zum Schützenbruder. „Die Bilder sind in den vergangenen 15 Jahren in Köln entstanden“, so der pensionierte Lehrer.

Andere nähern sich dem Thema Rheinland auf ganz andere Weise: Rosa Frank porträtiert einen von ihrer Großmutter geerbten Wäscheschrank, Rendel Freude fotografierte Vorgärten („Eine gepflanzte oder steinerne Visitenkarte der Bewohner“). Britta Strohschen hat drei Jahre lang die Berufsfeuerwehr Köln fotografisch begleitet. Diese stehe exemplarisch für alle Rettungskräfte und Hilfsorganisationen. Alle Bilder der Ausstellung wurden von einer vierköpfigen Jury im Vorhinein ausgewählt. Ein separater Teil behandelt außerdem das Thema Flucht und Ankommen.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis Sonntag auf dem Gelände des Carlswerk, Schanzenstraße 6-20. Der Weg zur „Werkstatt“ ist ausgeschildert. Heute und morgen von 14 bis 19.30 Uhr, Freitag 14 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr; der Eintritt ist frei.