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Vor zahlreichen KneipenNubbelverbrennung hat den Straßenkarneval in Köln beendet

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Nubbelverbrennung mit Jürgen Becker am Alter Markt in Köln.

Nubbelverbrennung mit Jürgen Becker am Alter Markt in Köln.

Die Kölnerinnen und Kölner haben am Dienstagabend den Nubbel verbrannt und offiziell den Straßenkarneval in ihren Veedeln beendet.  

Mit der traditionellen Verbrennung des Nubbels ist in Köln am Abend der Straßenkarneval zu Ende gegangen. In zahlreichen Veedeln versammelten sich Jecken vor Kneipen und auf Plätzen, um die Strohpuppe unter lautem Wehklagen zu verbrennen.

Der Nubbel, eine mit Stroh gefüllte Puppe, hängt während der jecken Tage über vielen Kneipentüren. Ihm werden symbolisch sämtliche Sünden und Verfehlungen der Karnevalstage zugeschrieben. Mit seiner Verbrennung sollen diese Sünden getilgt werden. Zahlreiche Karnevalisten verfolgten das ritualisierte Schauspiel.

Dabei tragen Karnevalsmönche, -prediger und -nonnen laut und lustig eine „Anklage“ vor. Auch für andere Sünden muss der Nubbel oft herhalten. Durch seine Verbrennung wird die Schuld getilgt. So sind alle Jecken bis zur nächsten Session von den Schandtaten der vergangenen Tage erlöst. In der Roonstraße vor dem Hellers Brauhaus fand traditionell die größte Nubbelverbrennung Kölns statt. Hierzu schließen sich zahlreiche Kneipen zusammen.

Vor dem Brauhaus Sion in der Altstadt ging es bereits um 18 Uhr los. Hier nahm Kabarettist Jürgen Becker an der Zeremonie teil. Nach der Verbrennung wurde nicht nur hier noch kräftig weitergefeiert. 

In Düsseldorf brennen die Sünden einen Tag später

Die Nubbelverbrennung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem festen Bestandteil des rheinischen Karnevals entwickelt. Mit dem Aschermittwoch beginnt für viele Gläubige die Fastenzeit und für die Karnevalisten die Rückkehr in den Alltag.

Die Düsseldorfer Narren werden am Aschermittwoch Abschied vom Hoppeditz nehmen. Nach einem Trauermarsch wird die Strohpuppe dort ebenfalls verbrannt, bis der Erzschelm am 11.11. symbolisch wieder auferstehen soll. Mit dem Aschermittwoch werden die närrischen Tage offiziell enden, zugleich beginnt die Fastenzeit. (dpa/red)