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Aggressiveres VerhaltenStadt Köln wirbt mit Kampagne für mehr Rücksicht im Straßenverkehr

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Ascan Egerer (Verkehrsbeauftragter der Stadt Köln), Fahrradfahrer Andreas Stengel, Britta Buch (Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln) bei der Vorstellung der Kampagne der Stadt Köln zur Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

Ascan Egerer (Verkehrsbeauftragter der Stadt Köln), Fahrradfahrer Andreas Stengel, Britta Buch (Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln) bei der Vorstellung der Kampagne der Stadt Köln zur Rücksichtnahme im Straßenverkehr.

„Rücksicht schenkt Dir ein Lächeln“ heißt die Kampagne, die von der Stadt Köln auf der Rheinuferpromenade vorgestellt worden ist.

Das Verkehrsklima wird immer rauer und aggressiver. Das belegt eine im August veröffentlichte Langzeitstudie der Unfallforschung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt Köln in Kooperation mit der Polizei die zweite Welle ihrer im Frühjahr gestarteten Kampagne „Rücksicht schenkt Dir ein Lächeln“ eingeleitet.

In den sozialen Medien, auf hinterleuchteten Anzeigetafeln im gesamten Stadtgebiet, mit Plakaten in städtischen Gebäuden und Flyern wird dafür geworben, sich im Straßenverkehr rücksichtsvoll zu verhalten. Hinzu kommen Aktionen mit persönlicher Ansprache an Orten, wo wiederholt Konflikte auftreten. Am Dienstag haben Mobilitätsdezernent Ascan Egerer, Britta Buch, Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln, Peter Lemke vom Team des städtischen Fahrradbeauftragten und Michael Lindlar, Leiter des Fachbereichs Unfallprävention der Polizei Köln, die Kampagne auf der Rheinuferpromenade der Altstadt vorgestellt.

Sowohl Auto- als auch Radfahrer sind aggressiver unterwegs als früher

Es ist ein exemplarischer Ort, weil sich Fußgänger und Radfahrer dort dieselbe Fläche teilen müssen. Egerer und Buch brachten mithilfe von Schablonen und Sprühkreide die Botschaft direkt auf den Boden: „Danke für Deine Rücksicht!“, ergänzt um Piktogramme von Personen, die zum Beispiel Rad fahren, einen Hund spazieren führen oder am Rollator gehen. An einem Glücksrad konnten Passanten unter Beweis stellen, ob sie die Bedeutung von Verkehrszeichen kennen. Bei richtiger Antwort bekamen sie kleine Geschenke wie etwa einen Jutebeutel, auf dem die wichtigsten Tipps abgedruckt sind, darunter „Tempo rausnehmen“, „Blickkontakt suchen“ und „Freundlich kommunizieren.“

Michael Lindlar (Polizei Köln, Leiter Unfallprävention), Britta Buch (Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln), Ascan Egerer (Verkehrsdezernent der Stadt Köln) und Jürgen Möllers (städtischer Fahrradbeauftragter).

Michael Lindlar (Polizei Köln, Leiter Unfallprävention), Britta Buch (Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln), Ascan Egerer (Verkehrsdezernent der Stadt Köln) und Jürgen Möllers (städtischer Fahrradbeauftragter).

Offenbar keine Selbstverständlichkeit. Den Trend, dass sowohl Auto- als auch Radfahrer aggressiver als früher unterwegs sind, beobachten die Forscher und Forscherinnen seit mehr als zehn Jahren. Überdies zeigen viele Rückmeldungen von Bürgern und Bürgerinnen bei der Fußverkehrsbeauftragten, dass gerade auf Mischflächen die Rücksichtslosigkeit zwischen den Verkehrsteilnehmenden zunimmt.

Kampagne soll für mehr Rücksicht im Straßenverkehr sorgen

Lindlar wies auf Paragraf 1, Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung in: „Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.“ Im vergangenen Jahr habe es zwischen Radfahrern und Fußgängern in Köln 166 Unfälle „mit Personenschaden“ gegeben, sagte der Polizeibeamte; dabei halte sich die Waage, welche Seite den Unfall verursacht habe.

„Rücksichtsvolles Verhalten jedes Einzelnen in allen gesellschaftlichen Gruppen ist der Schlüssel dafür, dass alle entspannt und sicher ans Ziel kommen, egal ob mit dem Auto, auf dem Fahrrad, dem E-Scooter oder zu Fuß. Die Botschaft der Kampagne lautet: Wer sich rücksichtsvoll verhält, bekommt ein Lächeln zurück“, sagte Egerer. Dafür könne man gegebenenfalls auch mal auf das Vorfahrtsrecht verzichten, statt unbedingt darauf zu beharren.

Anlässlich der zunehmenden Aggressivität im Straßenverkehr hatte der Mobilitätsausschuss des Stadtrats die Verwaltung im vorigen Jahr damit beauftragt, eine Sensibilisierungskampagne für ein rücksichtvolles Miteinander und zur Erhöhung der Sicherheit der Fußgänger auf den Weg zu bringen. Die eigens eingerichtete städtische Webseite www.ruecksicht.de lädt dazu ein, sich näher über das Thema zu informieren.