Vom 16. bis 22. Januar findet in Köln die Design-Schau Passagen statt.
Kölner Design-SchauDas sind Highlights bei den „Passagen“ in Köln am Wochenende

Auch das Format Designers Fair in der Pattenhalle in Ehrenfeld ist in diesem Jahr wieder Teil der Passagen.
Copyright: Passagen
„Die Designbranche steckt in schwierigen Zeiten“, sagt Sabine Voggenreiter. Guter Dinge ist die Veranstalterin der Design-Schau Passagen dennoch. So schön, ungewöhnlich und überzeugend sind die Produkte, die vom 16. bis 22. Januar im ganzen Stadtgebiet zu sehen sind. Bereits im 37. Jahr findet die Passagen Interior Design Week in Köln statt. In diesem Jahr teilt sie sich wieder ein Wochenende mit der Internationalen Möbelmesse, die im vergangenen Jahr pausiert hatte.
„Wir freuen uns natürlich, dass die Möbelmesse parallel läuft. Es ist aber letztlich nicht so entscheidend für das Gelingen der Passagen“, sagt Voggenreiter. „Ganz ohne Messe waren wir auch im Vorjahr sehr zufrieden.“ Um die 80.000 Besucherinnen und Besucher sahen 2025 Innendesign in allen Variationen – vom Teppich über Wohnaccessoires bis hin zu außergewöhnlichen Stücken im Möbel-, Bad- oder Küchenbereich. Die Besucher kommen aus der weiteren Region, aber – so die Erfahrung der Veranstalterin – auch aus dem benachbarten Ausland. Aussteller und Besucher seien 2025 gleichermaßen zufrieden gewesen.

Sabine Voggenreiter
Copyright: Günther Meisenberg
Dafür, dass das auch in diesem Jahr der Fall sein wird, spricht aus Sicht von Voggenreiter die große Bandbreite und Qualität der Exponate. In der gesamten Stadt gibt es ein buntes Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm zu aktuellen Trends im Innenausstattungs-Design. Örtliche Schwerpunkte sind wie jeher Ehrenfeld, die Innenstadt mit dem Belgischen Viertel, Deutz und Kalk. Eher experimentelle Produkte sind ebenso zu finden wie Stücke bekannter Designerinnen und Designer. „Jeder pickt sich das raus, was er sehen will“, erläutert Voggenreiter.
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Neues Designer-Synposium
Auch in diesem Jahr sind bekannte Formate beibehalten wie der Designers Fair, der Design Parcours Ehrenfeld und das kuratierte Programm Cartes Blanches. Viel Wert legt man auf Schauen zu produzierenden Designerinnen und Designern und zum gestaltenden Handwerk.
Beim Designers Fair in der Pattenhalle in Ehrenfeld gibt es am Donnerstag, 22. Januar, um 16 Uhr erstmals ein Symposium. Die produzierenden Designerinnen und Designer haben sich viel vorgenommen. „Sie wollen der Welt den Wert von langlebigem Interior Design zeigen – und so einen Gegenentwurf zur Monokultur des Massenmarktes schaffen“, heißt es im Programm der Passagen. Ziel ist es, die wirtschaftliche Situation zu verbessern und sich zusammenzuschließen. „Es wird ein toller Nachmittag mit Ideen, Zukunftsplänen, Gesprächen, Diskussionen und Getränken“, lautet das Versprechen.
Kölnbusiness mit eigenen Veranstaltungen
Die städtische Wirtschaftsförderung Kölnbusiness ist nicht nur der Hauptsponsor der Passagen. Sie unterstützt die Kölner Kultur- und Kreativwirtschaft auch bei Gründung, Vernetzung und Wachstum. An vier Tagen gibt es ein Programm in einem sogenannten Open Space am Börsenplatz 1. Die Angebote reichen von einem Überblick über passgenaue Förderungen und Fortbildungen bis hin zu Tipps zum erfolgreichen Gründen.

Von Paula Ellert stammen diese minimalistischen Objekte, die in der Pattenhalle beim Designers Fair zu sehen sind.
Copyright: Paula Ellert
Zu den teilnehmenden Hochschulen gehören die KISD mit einer Ausstellung im Labor Ebertplatz und die Macromedia Hochschule am eigenen Standort. Arbeiten aus den Hochschulen für gestaltendes Handwerk Münster und Garmisch-Partenkirchen sind auf der Designers Fair in der Pattenhalle in Ehrenfeld zu sehen.
In Galerien, Einrichtungshäusern, Kulturinstituten, Museen, Showrooms, Hochschulen und Hallen zeigen Designerinnen und Designer ihre Produkte. Etablierte große Namen sind ebenso vertreten wie Newcomer. Wer sein Leben aufmöbeln möchte, kann direkt bei der persönlichen Umgebung beginnen. Kuratorin Sabine Voggenreiter ist sich sicher, dass man nicht viel braucht, um die Atmosphäre im Wohnumfeld zu verschönern. „Mit kleinen Umstellungen und einem Herzensteil als Eyecatcher kann man einiges erreichen“, sagt sie.
Drei Tipps für einen Passagen-Besuch
1. Der Designers Fair

Eine vergangene Ausgabe der Designers Fair in Ehrenfeld
Copyright: Passagen
Beim Designers Fair in der Ehrenfelder Pattenhalle präsentieren über 30 internationale Designerinnen und Designer ihre Produkte. Spannend dabei ist auch die Kooperation von Designerin Sanja Lulei mit Rheinwolle. Sanja Lulei zeigt individuelle Boden- und Wandteppiche, die aus einem besonderen Rohstoff hergestellt sind: ausschließlich Kölner Schafswolle.
2. Zwischen Ausstellung und Bar

Das Studio Alexander von Dombois stellt im La Source Weinhandel in Ehrenfeld Objekte wie diesen Stuhl aus.
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Während der Passagen verwandelt das Studio Alexander von Dombois den La Source Weinhandel in der Simrockstraße 47 in eine temporäre Weinbar. Tagsüber wirkt der Ort, laut Programm „wie ein stilles Restaurant“, in dem es Möbelentwürfe und Interieur-Elemente gibt, zum Abend soll sich die Inszenierung auflösen: Die Bar tritt in den Vordergrund.
3. Kristallines im Belgischen Viertel

Aspekt der Passagen 2026: Kristall von Elisabeth Seidel.
Copyright: Passagen
Elisabeth Seidel präsentiert bei Siebter Himmel in der Brüsseler Straße ihre salzgezüchteten Kristalle als Grundlage für Lichtskulpturen. Um die Lichtskulpturen herzustellen, wird ein transparenter Acrylkörper mehrere Tage in Salzlösung getaucht.
